Kopane.de 2026 02.01.2026 Toulouse FC – Racing Club de Lens
02.01.2026, 20:45 Uhr
Toulouse FC – Racing Club de Lens
Toulous, Stadium de Toulous
1. Liga (Ligue 1) – 30266 – 0:3

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Wenn man es so sagen kann, willkommen zu den Nord-Süd-Festspielen im Okzitanien-Urlaub der Mademoiselle und mir. Euch erwarten die Spiele Toulouse FC gegen Racing Club de Lens, Montpellier HSC gegen USL Dunkerque, Kultur mit einer der größten und bekanntesten Festungsanlagen Europas, eine Postkartenstadt bei Toulouse, Flamingos am Mittelmeer und die kleinste Seilbahn der Welt. Euch erwartet dies aber alles im Januar, also bei Höchsttemperaturen von 8 °C, was wir beiden hübschen Anfang der Reise wiederum nicht erwartet hatten. Aber gut in Deutschland lag Schnee, so konnten wir die kühlen Temperaturen im Südwesten Frankreichs ein bisschen besser akzeptieren. Ich musste beim Schreiben dieser Zeilen an meinen Prolog vom Bretagne-Bericht 2022 denken, als die Mademoiselle und ich nach Concarneau und Brest fuhren. Darin philosophierte ich, dass ich den Gedanken einmal quer durch Frankreich zu reisen und bis an den Atlantik durch zufahren, interessant fand. Da wahrscheinlich jeder ein Mal zu den Großen des französischen Fußballs kommen würde und so die Bretagne mit dem Beispiel Stade Brestois und seiner geografischen Lage, einen gewissen exotischen Reiz habe. Nun in Okzitanien war ich ebenfalls noch nicht.Bis nach Nîmes ins Stade des Costières und ins alte Stade Chaban-Delmas von Girondins de Bordeaux, soweit bin ich schon gekommen. Doch diesmal ging es noch ein kleines Stückchen weiter. Diese Region Frankreichs hat, wie eigentlich jede andere auch, wieder ihren ganz eigenen Charme. Kultur, Landschaft, Kulinarik, ja selbst die Sprache bzw. der Akzent ist sehr einzigartig und speziell. Auch die Mademoiselle war noch nicht hier und so stieg die Vorfreude einen unbekannten Teil Frankreichs zu erkunden. Die Anreise wurde über Dijon gestaltet. Das Bautzen Frankreichs, wer sich mit Mostrich auskennt weiß Bescheid. Im Hotel Inn Design Dijon kostete das Zweibettzimmer mit Frühstück nur 37 €. Da kann man nicht meckern. Das französische Frühstück ist jetzt nicht bekannt für reiche Auswahl, es heißt dementsprechend in Französisch auch petit-déjeuner. Doch für unsere heutigen Ansprüche war es ausreichend. Im Radio wurde schnell der Sendersuchlauf auf Nostalgie gestellt und es ging die restlichen sechs Stunden Fahrzeit Richtung Toulouse (okzitanisch Tolosa). Unsere Ankunft in der Hauptstadt der Region Okzitanien war am 31.12. Wir wussten natürlich, dass im Hexagon das neue Jahr anders begrüßt wird als in Deutschland. Halt ohne private Feuerwerksorgien. So suchten wir uns eine Bar im Zentrum heraus und verbrachten dort den Abend. Der Barkeeper vergaß in dieser wohl normalen Nacht für ihn sogar den Countdown um 0 Uhr über die Boxen laufen zu lassen. Ein Gast wies ihn kurz davor auch darauf hin. Nun drückte er sichtlich überrascht am Laptop herum, damit seine Gäste doch noch herunterzählen könnten. Nur auf einmal lief das französische Weihnachtslied -Bons baisers de Fort-de-France-. Ok der war nicht schlecht und wir feiert natürlich trotzdem, er hatte es immerhin versucht. Nach dem Ausschlafen wurde die Stadt an der Garonne ausgiebig erkundet. Wir liefen zum Fluss und dort zum Fotomotiv der Chapelle Saint Joseph de La Grave. Von dort ging es nacheinander zu den Sehenswürdigkeiten im Zentrum. Zum Place du Capitole, mit seinem coolen Renaissance-Turm, dem Donjon du Capitole, dem Square Charles-de-Gaulle, weiter zur Basilique Saint-Sernin, wir besichtigten diese romanische Pilgerkirche auch von innen und als Abschluss schauten wir uns den japanischen Garten an. Am pragmatischen Ufer der Garonne oder einfach in den Gassen schlendernd ging es entlang ohne auf die Uhr schauen zu müssen. Der Spitzname von Toulouse ist -La Ville Rose- (die rosa Stadt) und leitet sich von den vielen roten Backsteinhäusern ab. In unserem Reiseführer wird die Stadt als ein einziges Kunstwerk mit seinen roten Gebäuden beschrieben, dazu wie wir fanden dieses leicht südeuropäische Flair. Nicht alles ist top in Schuss, an vielen Stellen bröckelt die Bausubstanz vor sich hin, aber was uns auffiel, es lag kein Müll auf den Straßen herum. Es ist ein cooles Zusammenspiel der Zustände. So langsam wurde es kalt und wir brauchten eine Pause. Wieder an der Garonne wurde also erstmal ein Kaffee getrunken und beratschlagt, wo wir zu Abend essen. Viel Auswahl war am Neujahrstag nicht. Die meisten Restaurants hatten verständlicherweise geschlossen. Wir konnten aber im -La P'tite Gouaille- einen Tisch reservieren. Auf Deutsch heißt das Restaurant -Der kleine Schelm- ein putziger Name. Ich nannte es aber die Eistruhe. Junge war das kalt hier. Doch das Ambiente, der Kellner und das Essen waren wieder très bien. Vor der Reise sagte mir die Mademoiselle, ich muss unbedingt in Toulouse ein Cassoulet toulousain probieren. Und ja, ich war on fire. Es ist ein deftiger Eintopf mit Bohnen, Speck, eine kleine Entenkeule und als i-Tüpfelchen eine Saucisse de Toulouse. Alles in einen Pfännchen im Ofen gebacken. Von der Toulouser Wurst war nur eine Hälfte, eigentlich nur ein längeres Stück in der heißen Pfanne und ich meinte gleich zur Mademoiselle, schade das da keine ganze darin ist. Doch ein leichtes Gericht ist das Cassoulet toulousain wahrlich nicht und ich war am Ende richtig voll gefuttert. Außerdem sah ich später während der Reise diese Wurst im Supermarkt und sie hat eine länger von mindestens 15 cm und ist teilweise auch als Spule gewickelt. Da hätte ich im Restaurant wohl kapitulieren müssen. Auch gut, dass wir als Vorspeise beide einen überbackenen Saint-Marcellin Käse mit roten Preiselbeeren hatten. Die Mademoiselle hatte im Übrigen eine magret de canard avec une sauce au bleu auf dem Teller. Ihr merkt, wir ließen es uns wieder gut gehen. So waren wir fast froh, dass unser Heimweg gute 40 Minuten bis zum Apartment dauerte. Der kleine Verdauungsspaziergang tat uns beiden gut. Blöd war nur, dass es zum Abend richtig kalt und an der Garonne zusätzlich diesig wurde. Bevor nun das erste Spiel anstand, ging es für uns am Morgen, Anstoß war erst um 20:45 Uhr, in die 80 Kilometer entfernte Postkartenstadt Albi. Sie ist seit 2010 UNESCO-Weltkulturerbe. Wir starteten vormittags immer noch im Nebel von Toulouse und hatten schon Bedenken, dass dieser sich als sehr hartnäckig erweisen wird. So ca. 20 Minuten vor Ankunft jammerte ich deswegen dann auch im Fahrzeug herum. Die Mademoiselle beruhigte mich, indem sie meinte, eigentlich ist Albi für seine Sonnenstunden und die daraus guten Lichtverhältnisse bekannt, was auch früher viele Maler und Künstler anzog. Und tatsächlich fünf Minuten nachdem sie mir dies erklärte hatte, klarte der Himmel auf und die Sonne kam durch den Nebeldunst hervor. Perfekt! Auto abgeparkt und zur Pont du 22 Août 1942 gelaufen. Ich hatte nämlich auf Bildern im Netz gesehen, dass man von hier gute Fotos mit der alten Brücke der Pont-vieux inkl. der imposanten Cathédrale Sainte-Cécile knipsen kann. Ja, Albi ist wahrlich eine richtige Postkartenstadt. Mit dem historischen Zentrum, der genannten Cathédrale und dem Fluss Tarn, hat man so einige Fotomotive. Nachdem wir den Tarn überquert und den kleinen Anstieg ins Zentrum hinter uns hatten, stürzten wir uns ins Getümmel. Wir kamen gleich an der 78 m hohen Cathédrale an, bogen aber erstmal Richtung des Marché Couvert, da ich mal aufs Klo musste, ab. Diese überdachten Wochenmärkte sind bekannt in Frankreich. Es gibt dort einheimische, saisonale und frische Produkte zu kaufen. Meist sind auch kleine Imbisse und Restaurants integriert, wo man günstig die ganzen Leckerei probieren kann. Gesagt, getan. So aßen wir jeder erstmal ein Cassoulet toulousain und genehmigten uns einen Vin de Gaillac. Herrlich, wenn man Zeit hat. Nun konnten wir also gestärkt los. Wie erwähnt ist die Cathédrale Sainte-Cécile 78 m hoch und damit die größte Backsteinkathedrale der Welt. Es hat auch einen Grund warum die katholische Kirche hier in Albi dieses Gotteshaus im Jahre 1282 errichtete. Im 12. Jahrhundert entstand in Okzitanien die christliche Glaubensbewegung der Katharer. Ihr Name leitet sich vom griechischen Wort katharos („rein“) ab. Sie lehnten die Autorität der katholischen Kirche ab, lebten asketisch und standen so im krassen Gegensatz zum oft ausschweifenden Leben katholischer Geistlicher. Sie nannten sich selbst -Bonshommes- also Gutmenschen. Der erste Bischofssitz der Katharer war hier in Albi. So nannte man die Glaubensbewegung auch die Albigenser. Logisch, dass die katholische Kirche diese Gruppe als Ketzer betrachtete und ihre Macht erhalten wollte. So kam es zum Albigenserkreuzzug, bei welchem am Ende die Vernichtung des katharischen Glaubens stand. Und um nun den Kreis nach Albi mit der Cathédrale Sainte-Cécile zu schließen, ließ die katholische Kirche diese genau hier am ersten Bischofssitz der Bonshommes bauen. Groß, streng, massiv. Man ließ keine Zweifel aufkommen, wer die Macht hatte. Wir blieben den ganzen Nachmittag in der 51.000 zählenden Hauptstadt des Départements Tarn. In der Altstadt ging es in die Stiftskirche Saint-Salvi, kurz an das Palais de la Berbie, und ins Hôtel du Bosc ein historisches Stadtpalais, welches das Geburtshaus des Malers Henri de Toulouse-Lautrec ist. In Albi gibt es auch ein Museum über diesen exzentrischen Künstler, welcher in Frankreich bekannt ist, mir sagte er aber nichts. Die Mademoiselle hätte sich die Ausstellung sehr gern angesehen, doch es wurde langsam Zeit zurück nach Toulouse zu fahren. Ein bisschen ausruhen wollten wir uns im Apartment auch noch, bevor es zum Stade du Toulouse gehen sollte. So wurde sich danach warm eingepackt und mit der Straßenbahn zur 1938 eröffneten Spielstätte gefahren. Diese liegt auf der Île du Ramier im Fluss Garonne. Von der Haltestelle aus liefen wir mit den Fanmassen den hell erleuchteten Flutlichtmasten entgegen. Es ging auch am Gästeblock vorbei. Dort sah ich schon die ganzen Reise- und Kleinbusse der Lens-Fans und freute mich, dass wie erwartet viele Supporter aus Nordfrankreich angereist waren. RC Lens ist ein alter Bergwerksverein, mit großer Fanbasis. Doch dass der secteur visiteurs dann so komplett voll gerammelt war und sogar Lens-Fans in den Nachbarblöcken zusammen standen, dass hätte ich nicht gedacht. Der Gästeblock war auch wieder so eine Frechheit. Kein richtiger Platz für Zaunfahnen und Netze links und rechts. Er war zwar nicht so eine Katastrophe, wie ich ihn in Angers gesehen hatte, aber fanfreundlich ist anders. Die Lensois machten das Beste daraus. Wir hatten gute Plätze, na ja jedenfalls von der Sicht her, von Bewegungsfreiheit konnte keine Rede sein. Mein Sitznachbar war ein wahrer Zappelfritze, drehte sich ständig hin und her und unterhielt sich mit den hinter uns sitzenden Fans. Irgendwann ging er mir wirkliche auf die Nerven. Auch die sogenannte Stadionshow war wieder nur zum Kopfschütteln. Der Animateur am Mikrofon plärrte ständig rum und ermutigte die Zuschauer aufzustehen, zu klatschen oder mit den Handytaschenlampen herumzufuchteln. Klappte leider auch weitestgehend. Schön das sich die Gruppe um die Indians Tolosa 1993 nicht daran beteiligten und erst bei der okzitanischen Hymne -Se Canto- ihre Schals und Stimmen erhoben. Leider war die Heimkurve die -Virage Brice Taton- das Spiel über nicht gut aufgelegt. Selten eine so große und doch so leise Kurve gesehen. Es wunderte mich schon das da so wenig kam. Der Toulouse FC war 6. in der Tabelle und es war das erste Spiel im neuen Jahr. Natürlich spielte da auch der Spielverlauf, 0:3 für Lens, mit hinein.
Am 29. September 2009 starb Brice Taton. Er begleitete seinen Verein zum Auswärtsspiel in der Europa-League zu Partizan Belgrad. Dort wurden die Toulouse-Fans von bewaffneten Partizan-Anhängern in einer Bar angegriffen. Brice stürzte bei der Flucht vor ihnen eine Mauer hinunter und erlag ein paar Tage später in einem Belgrader Krankenhaus seinen Verletzungen. Im französischen Fanzine Gazzetta Ultra Nr.2 konnte ich erfahren, dass seine Gruppe die Indians Tolosa 1993 zum Gedenken an Brice zwei Choreografien durchführten. Die erste war bei einem Auswärtsspiel in Metz. Neben den Indians Tolosa gibt es noch die B.F.S. die Brigade des Supporters beim Toulouse FC und sie haben seit 1993 eine Freundschaft mit der Horda Frénétik. Diese empfingen die Busse der angereisten Toulousains sehr freundlich und hatten für ein gemeinsames Essen einen großen Raum gemietet. Es gab einen Marsch und eine zusammen durchgeführte Choreografie im Stadion. Der Sector der Horda und der Gästeblock befinden sich im Stade Saint-Symphorien auf derselben Tribüne. Teil zwei der Gedenkchoreografie wurde dann zum nächsten Heimspiel gegen Girondins de Bordeaux durchgeführt. Eine Delegation der Ultramarines übergaben vor Anpfiff ihrerseits auch einen Kranz zum Gedenken an Brice im Stadion. Die Osttribüne des Stadium de Toulouse wurde offiziell im November 2009 umbenannt und trägt zum Andenken den Namen -Virage Brice Taton-. Eine Zaunfahne hing auch seitlich am Sector. Eine weitere Fahne zog meine Aufmerksamkeit auf sich, da sie auch farblich hervorstach. Ein gelbes Kreuz auf roten Grund war auf der Schwenkfahne zu sehen. Es ist das Symbol für die Region Okzitanien. Eine kleine Zaunfahne hing noch vor dem Fahnenschwenker. Auch in Rot gehalten, stand mit gelber Schrift auf okzitanisch -Fier d’esser occitans- Stolz, okzitanisch zu sein- darauf. In der ersten Hälfte zeigten die Indians Tolosa zum Gedenken an die vor einem Tag stattgefundene Brandkatastrophe in der Schweiz mit 40 Toten das Spruchband -Pensee a toutes les Victimes de Crans-Montana – Unsere Gedanken sind bei allen Opfern von Crans-Montana-. Vor dieses wurde der Freundschaftsdoppelhalter von Toulouse und Sion gezeigt. Die Indians Tolosa sind verbunden mit der Gruppe Ibi Sumus vom Schweizer Verein FC Sion. Sion ist nur 24 km vom Unglücksort Crans-Montana entfernt.
Wie geschrieben war die -Virage Brice Taton- heute leider sehr leise. Die Vorsänger unterbrachen auch ab und zu die Gesänge und machten Ansagen an den Block. Einer der Capos stand in der zweiten Hälfte OKF auf dem Vorsängerpodest und als ich ihn mit der Kamera heranzoomte, glaubte ich gar nicht, was ich da erkennen konnte. Das Dickerchen aß nebenbei gemütlich ein Sandwich. Da mussten die Mademoiselle und ich kurz feiern. Mit vollem Mund singt es sich halt auch nicht laut. Während das Spiel so vor sich hin plätscherte und es langsam kühler wurde, zeigte die Mademoiselle auf einen Toulouse-Fan mit Vereinsbommelmütze und fragte mich, ob ich so eine haben wolle? Meine Antwort, ich trage keine lila Bommelmützen. Ihr merkt, in die Highlight-Spieleschublade konnte dieses Gekicke heute nicht gesteckt werden. Kommen wir aber zum Positiven heute Abend. Der secteur visiteurs. Die Red Tigers flaggten am präsentesten im Gästesektor an. Die Fans vom RC Lens behangen ihren Bereich sehr diszipliniert und jede Gruppe war, trotz wenig Fläche, gut sichtbar. Das bemerkte auch die Mademoiselle und meinte, viel Platz haben sie aber nicht für ihre Zaunfahnen. Durch Schwenkfahnen und Doppelhalter konnten auch die Standorte der weiter hinten im Block postierten Gruppen erkannt werden. Die Red Tigers feierten ihren 25-jährigen Geburtstag am 09.03.2019 mit einer großen Choreografie zum Spiel gegen AJ Auxerre. Dies beschreiben sie in der Erstausgabe der Gazzetta Ultra. Mit dabei waren ihre Freunde von der Curva Te Mantova. Ihren Ursprung hat die Freundschaft bei der Europameisterschaft 2008 bei dem Spiel zwischen Frankreich und Italien in Zürich. Weitere Gruppen der Tribune Tony Marek im heimischen Stade Bollaert-Delelis sind der KOP Sang et Or (KSO’93), sie haben eine Freundschaft zu den Union Bhoys von Saint-Gilloise, North Devils, Lens 1906, Galiboys 2004 und Artois Lens Boys 2022. Die Gruppe Wolf 2017 hat ihren Standort auf der Tribune Delacour. Die Tribune Tony Marek ist der Fanblock der rot-gelben Fans und befindet sich auf der Gegengerade. Die Vereinsfarben werden auch Blut und Gold (Sang et Or) genannt. Tony Marek war ein ehemaliger Spieler und Trainer. Bei den Red Tigers hing das gesamte Spiel über der Gruppenfahne ein kleiner Überhänger zum Gedenken an Romain. Er war ein altgedientes Mitglied und Vielfahrer. Racing Club de Lens kam als Spitzenreiter nach Toulouse. Paris Saint-Germain mit nur einen Punkt dahinter. Der RC Lens spielte heute wie ein Tabellenführer und gewann mehr als verdient mit 3:0. Na mal schauen, ob sie die Klasse haben französischer Meister zu werden. Es wäre nach 1998 das zweite Mal in der Vereinsgeschichte. Nachdem in der 85. Minute das 2:0 fiel, sprang gefühlt das halbe Stadion auf, die Leute hatten vom Spiel und der Kälte genug. Doch mein Sitznachbar der Zappelfritze blieb das komplette Spiel. Auch nachdem 3:0 in der 95. Minute. So hat er doch bei mir ein paar Pluspunkte auf der Minusskala bekommen. In der Gästeecke wurde nun natürlich gefeiert. Bei einer der zahlreichen Schalparaden, hielt ein Lensois eine Fahne in der Hand mit der Aufschrift -3 POINTS CHA CH'EST FAIT ON RENTRE À L’BARAQUE - Drei Punkte, das war’s, wir fahren nach Hause-. Im Ch’ti-Dialekt geschrieben, welcher in der Region Nord-Pas-de-Calais gesprochen wird. Wer Klischees liebt und gern mehr über die Eigenart der Franzosen wissen möchte, dem kann ich die Komödie -Willkommen bei den Sch’tis- empfehlen. Darin kommt auch der RC Lens vor, inklusive eines Feuerwerks der Vorurteile. Beste Unterhaltung. Na jedenfalls die Fahne der Red Tigers mit der Message sah cool aus und steht für sich.
(Der Kulturbeauftragte)


-Unsere Gedanken sind bei allen Opfern von Crans-Montana-

-Drei Punkte, das war’s, wir fahren nach Hause-.

Chapelle Saint Joseph de La Grave

Basilique Saint-Sernin

Donjon du Capitole

Japanischer Garten

Cassoulet toulousain

Place du Capitole

Albi

Cathédrale Sainte-Cécile

Marché Couvert

Stiftskirche Saint-Salvi



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