FC 1908 Villingen e.V. – 1. FC Normannia Schwäbisch Gmünd e.V.
Villingen-Schwenningen, Stadion am Friedengrund
5. Liga (Oberliga Baden-Württemberg) – 367 Zs. – 1:0
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| Spiele zwischen diesen beiden Mannschaften bei Kopane.de | 1 |
| Anzahl Spiele FC 1908 Villingen e.V. | 3 |
| Anzahl Spiele 1. Männerteam FC 1908 Villingen e.V. | 2 |
| Anzahl Spiele 1. FC Normannia Schwäbisch Gmünd e.V. | 2 |
| Anzahl Spiele 1. Männerteam 1. FC Normannia Schwäbisch Gmünd e.V. | 2 |
| Einträge zum Stadion am Friedengrund in Villingen-Schwenningen bei Kopane.de: 1 | |
| Kapazität: 12.000 | Auslastung bei diesem Spiel: 3% |
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Langes Wochenenden zum Tag der Deutschen Einheit. Die Mademoiselle und ich überlegten, was wir unternehmen könnten. Wir einigten uns auf die kostengünstige Variante, die da hieß Schwarzwald. Es wurde ein Tag in der Natur, inklusive einer Wanderung und auch ein wenig Stadttourismus geplant. So buchten wir eine Ferienwohnung in Unterkirnach, in der Nähe von Villingen. Die Gemeinde beschreibt sich selbst als Wanderdorf und Luftkurort. Zum Feiertag wurde nun auf Schusters Rappen der MoosWaldGeher-Wanderweg um Unterkirnach beschritten. Länge 12 km, viel Natur und es ging schön hoch und runter. War cool. Nicht so angenehm war lediglich die Aggro-Gans am Gutshof Lippenhof. Sie kam schnatternd auf uns zu und fing an mir zu allem Übel noch ins Bein zu zwicken. Da machten wir beide aber schnell weiter, um dem Federvieh zu entkommen. Ist mir auch noch nicht passiert, dass ich wegen einer Gans stiften gehen musste. Am Samstag ging es nach Villingen. Stadttourismus, ihr wisst schon. Ein schöner Stadtkern und überall sieht man Bilder und Figuren der Fasnet. Ich selbst kann mit Fasching wenig anfangen, aber ich finde Traditionen und Eigenarten cool. Wenn wir alle gleich wäre, wär’s ja langweilig. Villingen ist die Hochburg der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Das Gründungsjahr der historischen Narrozunft Villingen geht auf das Jahr 1584 zurück und der Narro ist auch die zentrale Figur des Brauchtums. Es gibt dementsprechend einige weitere Figuren, wie die Altvillingerin, welche die Begleiterin des Narro’s ist, der Stachi, das Morbili, der Butzesel und die Wuescht. Jede Figur hat seine eigene Geschichte und Bedeutung. So ist der Fasnet-Umzug jedes Jahr im Februar ein riesiges Fest und zieht bis zu 40.000 Zuschauer an. Die Mademoiselle und ich gingen, nachdem Besuch des Wochenmarktes am Villinger Münster gemütlich frühstücken, bestiegen den Aussichtsturm Hubenloch im Rosengarten und waren froh, dass der Wetterbericht Unrecht hatte und es noch nicht in Strömen regnete. Am Stadion am Friedengrund angekommen, mussten wir erstmal über den Bus der Gästemannschaft aus Gmünd lachen. Saß da doch ein großer Hund am Steuer des parkenden Gefährtes und schaute uns neugierig an. Nachdem wir 11 € für ein Stehplatzticket bezahlen durften, meinte die Mademoiselle das ist aber ganz schön teuer. Der Stadionsprecher begrüßte uns beim Betreten des Spielortes mit -Willkommen in der höchsten Fussballarena Deutschlands. Und tatsächlich, im Villinger Friedengrund wird auf 760 Meter um Punkte gespielt. Das war mir unbekannt. Die Mademoiselle und ich hockten uns aus Versehen genau auf dem Platz unter der überdachten Stehplatztribüne, auf welchen ein Vater mit seinem Sohn, inklusive Trommel, ihren angestammten Platz hatten. Doch sie waren sehr nett und meinten, als sie ankamen, es passt schon. Rechts von uns war ein Opi, ebenfalls mit Pauke bewaffnet. So bekamen wir die volle Dröhnung ab. Der Opi trommelte zwar verhalten herum, aber der Junge war auf Krawall gebürstet und malträtierte sein Instrument und unsere Ohren. Als ob sich Petrus und der Schiri abgesprochen hätten, öffnete erstgenannter seine Schleusen, als der Unparteiische zum fußballerischen Tanz bat. Wir waren echt froh, ein Dach über den Kopf zu haben. Es hörte auch den kompletten Tag nicht mehr auf zu schütten und zu winden. Meine Stadionrunde für die Fotos, war auch mehr ein Versuch Bilder zu machen, ohne dass mir der Regenschirm wegflog. Den Fußball Club 08 Villingen kann man ohne schlechtes Gewissen als einen Traditionsverein bezeichnen. Als feste Größe in der Region hat er definitiv einen guten Ruf. Die Blütezeit des Vereins ist allerdings schon eine Weile her. In den 1960er- und 1970er-Jahren mischte der FC in der damals zweitklassigen Regionalliga Süd mit. 1966 hatte sich Villingen nach der Meisterschaft in der Schwarzwald-Bodensee-Liga auch in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga durchgesetzt und war anschließend sechs Jahre lang bis 1972 eine Liga unter der Bundesliga am Ball. Wenn da 1860 München, die Kickers Offenbach oder der Karlsruher SC aufgekreuzt sind, kamen die Massen. Im Schnitt mehr als 5.000 Zuschauer. Auf dem Sportgelände im Friedengrund spielt man seit 1961. Die Informationen zum Verein und Stadion hab ich erneut aus dem großen Buch der deutschen Fussball-Stadien und dem Zeitspiel - Magazin, was ich euch nur empfehlen kann, herausgesucht. Am Imbiss holte ich mir noch eine Grillwurst, nur leider schloss ich den Bestellvorgang ab, bevor die Mademoiselle bemerkte, dass es auch eine Merguez im Angebot gab. Verdammt, die hätte ich gern probiert. Die Regenschlacht am Friedengrund konnte der FC Villingen für sich entscheiden. Was für die schwarz-weißen Kicker wichtig war, da sie im unteren Mittelfeld kurz vor den Relegationsplätzen standen. Beim Verlassen des Stadions hörte ich noch einen Zuschauer sagen, dass dies heute ein spannendes Spiel war. Ich möchte noch ergänzend dazu geben, dass es auch ein gutes Fußballspiel war. Schöne Spielzüge und ordentliche Zweikämpfe. So macht es Spaß zuzuschauen. Zum Abendessen in der Nachbargemeinde Vöhrenbach ging es ins abgelegene schnuckelige Restaurant – Zum Eckhof-. Das Ambiente und Essen war top. Nicht umsonst hatten wir uns eine Ferienwohnung in einem kleinen Dorf, wie Unterkirnach herausgesucht. Wir wollten den ruhigen, idyllischen Schwarzwald und wir bekamen den ruhigen, idyllischen Schwarzwald. Heißt 20:45 Uhr saßen wir schon wieder in unserer Ferienwohnung und ließen den Abend ausklingen. Am letzten Tag ging es noch zu den Triberger Wasserfällen. Diese werden als die höchsten in Deutschland bezeichnet, aber der Röthbachfall bei Berchtesgaden ist dann doch um einiges höher. Einigen wir uns darauf, dass es die bekanntesten Wasserfälle in Deutschland sind. Da es auch heute wieder ordentlich regnete, trennte sich die touristische Spreu vom Weizen. So dass wir zwei hübschen auf den Wegen hinter den Wasserfällen alleine im Wald unterwegs waren. Was natürlich auch nicht die schlechteste Option war. Zur Belohnung, dass wir uns trotz des Regens nicht haben unterkriegen lassen, ging es auf dem Heimweg über das Städtchen Hornberg ins Restaurant -Wirtshaus Felsen-. Um noch einmal die Schwarzwälder Küche und ein Ketterer zu genießen. Denn im Jahre 1877 wurde hier die Familienbrauerei gegründet. (Kulturbeauftragte)
Sachen gibt´s
Romäusturm Villingen
Figuren der schwäbisch-alemannischen Fasnet
Riettor
Narrobrunnen
Villinger Münster
Münsterbrunnen
Blick vom Aussichtsturm Hubenloch
das schnuckelige Restaurant -Zum Eckhof-
MoosWaldGeher-Wanderweg um Unterkirnach
Triberger Wasserfälle












