04.11.2012 SG Dynamo Dresden e.V. – 1. FC Union Berlin e.V.

04.11.2012, 13:30 Uhr
SG Dynamo Dresden e.V. – 1. FC Union Berlin e.V.
Dresden, RUDOLF-HARBIG-STADION
2. Fußballmafialiga – 29.425 Zuschauer (ca. 2.000 Gäste) – 0:2


Die Trauben nach der Pokalniederlage in Hannover, bei der Mann die Leineststädter am Rand einer Niederlage hatte und sich erst durch das Elfmeterschießen geschlagen geben musste, hingen hoch. Denn von Anfang an war klar, dass wenn die Mannschaft nicht so spielt wie in Hannover, sie die hochgesteckten Erwartungen der Dynamofans an diesem Tag zu keiner Zeit erfüllen werden kann. Viele Dynamofans hörte man nur noch über die Höhe des Sieges reden. Doch Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall und jeder der von vornherein mit einer Niederlage gegen die Unioner rechnete, lebte an diesem Tag im Stadion deutlich entspannter. So auch ich.
Unsere Mannschaft spielte wieder nicht schlecht, erarbeitete sich auch die besseren Torchancen. Das größte, wenn nicht gar das einzige Problem, aber war, dass die mit Mannschaften, welche eher eine rohere Spielweise bevorzugen, nicht zurecht kommt. Gegen Mannschaften die nur darauf ausgerichtet sind das Spiel zu zerstören tun sich unsere Goldfüße echt schwer. Und das ist der Unterschied zum Spiel in Hannover. Denn beim Pokalspiel ließen beide Mannschaften den Ball laufen. Beide Mannschaften konnten ihr Spiel umsetzen. Und heute war es wieder das ganze Gegenteil.
Dementsprechend gestaltete sich auch die Stimmung auf den Rängen. Anfangs noch gut, wich die Gelassenheit alsbald der puren Verzweiflung und Anspannung. Bis hin zur Einstellung der Unterstützung, was aber legitim ist. Die Unioner hatten dagegen in den letzten Minuten ein Heimspiel. Waren aber auch schon in den Minuten davor durchgängig zu hören. Bisher der beste Gästeauftritt dieses Saison in Dresden.
Interessant ist es jetzt wieder, wie auf einmal ein gefeierter Trainer zum Sündenbock degradiert wird. Anstatt erst einmal zu prüfen ob das eigene Anspruchsdenken und die Wirklichkeit zusammen passen, wird munter drauf los gepoltert und die Mechanismen des Profifußball bedient. Viele heulen rum, dass Dynamo kein Geld hat, wollen aber einen neuen Trainer und vergessen dabei, dass ein vorzeitiges Vertragsende von Ralf Loose Dynamo auch viel Geld kostet. Deswegen ruhig weiter arbeiten lassen. Thomas Schaaf ist schließlich auch schon seit dem 10. Mai 1999 Trainer bei Werder Bremen. Und wenn wir nächste Saison wieder in Liga 3 antreten müssen, ist der Fußball immer noch Fußball und die Erde dreht sich auch noch weiter. Nur die Lutze können dann nicht mehr mit dem (einzigen) Heimspielbesuch in der zweiten Liga gegen Köln oder Kaiserslautern auf Arbeit/vor der Familie rumprahlen. Dynamo war noch nie nur eitel Sonnenschein und wird es auch nie werden. (goju)

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5 thoughts on “04.11.2012 SG Dynamo Dresden e.V. – 1. FC Union Berlin e.V.

  1. Ich bin aus diversen Gründen (u.a. ständiges Rumjammern wie wenig Geld man doch hat und sobald was in der Kasse ist, nicht gerade billige Spieler holen und ein paar Tage später wieder rumjammern, dass man dem Aushängeschild des Ostens unter die Arme greifen muss und blabla; dazu eigene schlechte Erfahrungen mit Vollverstrahlten in schwarz-gelb) alles andere als ein SGD-Freund, aber in der Summe gabs bisher dann doch 3 Gründe, warum ich Dynamo nicht komplett scheiße finde:
    1. die legendären Giraffen mitsamt der alten Kultschüssel
    2. die Arbeit der Fangemeinschaft Dynamo
    3. eure immer wieder besuchenswerte Seite
    Die SGD kann mich in der Summe mal, aber euch wünsch ich deutlich mehr gute als schlechte Tage, auch abseits des Fußballs. Wirklich gute Seite, macht weiter so!

    Es grüßt:
    Leser Kundenalarm

Ahoj, du hast das Wort.

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