Kopane.de 2026 05.01.2026 Montpellier Hérault SC – USL Dunkerque
05.01.2026, 20:45 Uhr
Montpellier Hérault SC – USL Dunkerque
Montpellier, Stade de la Mosson
2. Liga (Ligue 2) – 6998 – 1:3

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Am nächsten Morgen verließen wir Toulouse in Richtung unseres zweiten Stopps in Okzitanien. Einen Zwischenhalt machten wir, um eines der interessantesten und bedeutendsten Bauwerke Frankreichs zu besichtigen. Carcassonne. An Geschichte und Geschichten mangelt es Frankreich nicht. Und diese monumentale Festung in der Region Okzitanien ist eine Blaupause, wie wir uns heutzutage eine mittelalterliche Burg vorstellen. Dass hier nicht nur früher um und in Carcassonne gekämpft wurde, habe ich gleich nach Ankunft auf dem Weg an der Aude entlang, hinauf zur Festung, am eigenen Leib erleben dürfen. Schoss mir doch ein kleines Mädchen von hinten mit seinem Spielzeugflitzebogen einen Pfeil an die Wade und grinste mich stolz an. Frechdachs. Humpelnd schleppte ich mich weiter. Das Wetter war kühl und grau. Klar, im Warmen macht alles mehr Spaß, aber so passte das Ambiente zur ritterlichen, alten Burg. Den Fluss Aude überquerten wir über die alte Brücke und staunten schon über den Anblick dieses monumentalen Bauwerkes, hoch oben auf einer Anhöhe gelegen. Kein Wunder, dass Frankreich das meistbesuchte Touristenziel der Welt ist. Im Jahr 2025 kamen 102 Millionen internationale Gäste ins Land. Da sind also die inländischen Touristen noch gar nicht mit eingerechnet. Wahnsinn. Wer sich der doppelten Ringmauer von Carcassonne nähert und diese durch das Porte Narbonnaise betritt, dem erschließt sich nach und nach eine Festungsstadt des ausgehenden 13. Jahrhunderts. Die Mächtigkeit der Anlagen erklärt sich aus der strategischen Bedeutung Carcassonnes im Mittelalter. Für die Besichtigung haben wir uns wieder einen Audioguide ausgeliehen. Was wir eigentlich immer machen, wenn dies angeboten wird. So ein Teil ist sehr angenehm. Jeder macht seine Runde in seinem Tempo, man bleibt stehen, wann man will, wo man will, man muss nicht einer Gruppe folgen und sich nicht nach irgendeinem Touristenführer richten. Blöd nur, dass sich das Teil bei mir nach der Hälfte der Besichtigung ausschaltete und beim Wiederstart nur noch alles auf Französisch erklärte. Was für mich dann doch eine Nummer zu kompliziert war. Uns fiel dann auf, dass heute wohl halb Spanien vor Ort zu sein scheint. Anders konnten wir uns die Massen an spanischen Touristen nicht erklären. Es waren mehr Menschen aus dem Nachbarland als Einheimische unterwegs. Wenn es wärmer ist, wird man höchstwahrscheinlich nur im Schritttempo in der Cité laufen können. Etwa 3 Millionen Menschen besichtigen jährlich dieses UNESCO-Weltkulturerbe. Es wurde 1997 in das Verzeichnis aufgenommen, was auch allzu verständlich ist. Ein besonderes Stück Zeitgeschichte ist das hier. Ab 1844 wurde die Festung wieder instand gesetzt und restauriert. Eugène Viollet-le-Duc, der verantwortliche Architekt, ließ dabei eine gewisse künstlerische Freiheit walten und so entstand diese von mir schon genannte Blaupause, wie wir uns heutzutage eine mittelalterliche Burg vorstellen. Die doppelte Ringmauer hat eine Gesamtlänge von 3 Kilometern, sie ist gespickt mit 52 Wehrtürmen. Natürlich liefen wir jeden einzelnen Meter darauf ab. Hier oben wehte ein richtig starker Wind, der uns ordentlich frieren ließ. Der Audioguide verriet, dass dies 200 Tage im Jahr der Fall ist. Der Wind hat sogar einen eigenen Namen: Le Cers. An der Basilika St-Nazaire-St-Celse, über die Freilichtbühne Théâtre Jean-Deschamps und durch die engen Gassen der Cité laufend, verging die Zeit logischerweise zügig. Wir entschieden uns, noch in die Unterstadt der Ville Basse zu gehen. Hier leben 46.000 Menschen. In der Cité dagegen nur 250. Erstaunt waren wir, dass am Place Carnot noch ein gut besuchter Weihnachtsmarkt offen hatte. Zwar heute das letzte Mal, aber immerhin. Es gab eine Liveband, eine gut frequentierte Schlittschuhbahn und natürlich Fressbuden ohne Ende. Wir stürzten uns auch gleich ins Getümmel, gönnten uns ein Raclette mit einem Wein und verbrachten noch gute zwei Stunden hier. Abfahrt nach Montpellier. Unser dort gebuchtes Apartment hat uns richtig gefallen. Mit Wintergarten und Balkon. Das geplante Spiel des HSC Montpellier, das HSC steht für Hérault Sport Club, Hérault ist wiederum das hier verortete Département, welches seinen Namen vom gleichnamigen Fluss, welcher durch Okzitanien fließt, erhalten hat, war erst am morgigen Montag. So hatten wir Sonntag den ganzen Tag Zeit, etwas Kulturelles mitzunehmen. Es ging an das nur 18 km entfernte Mittelmeer. Genauer gesagt in den Badeort Le Grau-du-Roi. Gut, baden war bei der Kälte nicht drin, aber schön ist es allemal und wir spekulierten, dort Flamingos beobachten zu können. Was auch unkompliziert gelang. Wir parkierten an der kleinen Stierkampfarena, wo ich doch verwundert schaute, dass es diese hier gibt. Dachte ich doch, nur im benachbarten Spanien wird dieser Tierquälerei gefrönt. Schon beim Aussteigen wehte eine sehr steife und kalte Brise. So ging es gut eingemummelt los Richtung Waterkant. So langsam kämpfte sich die Sonne durch und der Wind verzog sich ebenfalls. Wir waren deshalb recht froh, im kleinen Außenbereich des La cachette de mamé einen Tisch zu bekommen. Als Apéritif gab es Friture de jöels kleine frittierte Fischchen. Was immer sehr lecker ist. Danach zog es uns zur Küstenlagune Étang du Médard, um die erwähnten Flamingos zu beobachten. Mehrere Schwärme konnten bei der Futtersuche beobachtet werden und mit der Fotokamera konnten wir gute Bilder machen. Die Mademoiselle meinte, dass es im Nachbarort Aigues-Mortes noch eine interessante Festungsstadt zu besichtigen gäbe. So sind wir natürlich die paar Kilometer in die Stadt, welche Mitte des 13. Jahrhunderts gebaut wurde, gefahren. Dabei durchquerten wir die typischen Salzwiesen, aus welchen seit dem Mittelalter das weiße Gold gewonnen wird. In der von einer Ringmauer mit Türmen und Toren umgebenen Altstadt spazierten wir eine Weile entlang und bemerkten wieder: ein schöner und geschichtsträchtiger Ort. Wie so oft in Frankreich. Nach einem kleinen Stopp in einem Biergarten wollten wir noch kurz an den 32 m hohen Tour de Constance. Da wir noch nicht genug gesehen hatten, war der Plan, zu der kleinsten Seilbahn der Welt in Palavas-les-Flots zu fahren. Doch da der Tour de Constance mit freiem Eintritt, inklusive kostenloser Besichtigung der Ringmauer lockte, nahmen wir dies selbstredend auch noch mit. Typisch für uns. Wir machen uns einen Plan für den Tag und am Ende steht immer viel mehr auf dem Zettel. Der Blick von der Mauer in Richtung Le Grau-du-Roi über die Salzwiesen, welche rosa und blau glänzend schimmerten, war herrlich und wir ließen uns wie immer Zeit. Doch dann ging es weiter zur Seilbahn. In Palavas-les-Flots hatten wir Glück und kamen 45 Minuten vor Schließung an. Der Vorteil der späten Ankunft: Wir konnten den Sonnenuntergang genießen. Der kleinste bzw. der kürzeste Sessellift der Welt ist es wohl nun nicht. Er wird zwar so beworben, doch die historische Standseilbahn in Zagreb mit ihren 66 m hält diesen Rekord für sich. Nach den zwei kurzen Fahrten (hin und zurück) wollten wir noch ein Restaurant für das Abendessen besuchen, doch wurden nicht fündig, da die wenigen Gasthäuser, welche geöffnet hatten, uns nicht zusagten. Aber wie in der Unterstadt von Carcassonne hatte ebenfalls noch der Weihnachtsmarkt geöffnet. Direkt am Strand hatte es was. Lange blieben wir aber nicht und fuhren zurück ins Apartment. Dort wurde das Abendessen dann selbst zubereitet und der Abend gemütlich ausklingen gelassen. Letzter Tag in Okzitanien hieß: zweites Spiel der Reise. Am Abend stand das Ligue 2 Match im Stade de la Mosson an. Nach dem Ausschlafen wurde ohne Zeitdruck gefrühstückt, um danach ins Zentrum der 310.000 Einwohner zählenden Stadt zu laufen. Über den Place de la Comédie, mit dem Springbrunnen der 3 Grazien, ging es zum Porte du Peyrou. Dies ist der Triumphbogen von Montpellier. Weiter zum Aqueduc de Saint-Clément, einer historischen Wasserleitung, was ein schönes Fotomotiv hergab. Über die Cathédrale Saint-Pierre ging es durch die Gassen der L’Écusson, der historischen Altstadt. In einem kleinen Café ließen wir uns in der Sonne nieder und tranken Pastis. Da kamen mal richtige Urlaubs-Vibes auf, wie wir da so mit Sonnenbrille saßen und die Leute beobachteten. Danach ging es nochmal ins Apartment, um abends mit der Straßenbahn zum Spielort, dem 1972 eröffneten Stade de la Mosson, zu fahren. Wir bemerkten schon, dass es wieder eine eiskalte Veranstaltung werden würde. So hatten wir jeweils eine lange Unterhose und Winterschuhe angezogen. Ich hatte sogar ein Longsleeve drunter. Wahnsinn, oder? Mann von Welt. Die Südfranzosen sind eher semi auf solche Jahreszeiten eingestellt. Dünne Schühchen und modische Jäckchen sind die Wahl bei Temperaturen unter Null in Montpellier. Da froren wir zwei schon beim bloßen Anblick dieser Frostbeulen. Der Fanszene vom HSC Montpellier eilt ein wilder und chaotischer Ruf voraus. Ich hatte das schon einmal in meinem Bericht vom Spiel des Hérault SC bei Stade Brestois im Jahr 2022 beschrieben. Vor dem Stadion stand ein dunkler Haufen in großer Runde und zündete einige Böller. Was dem Ambiente bei Flutlicht einen gewissen Reiz abverlangte. Mir gefällt das Stade de la Mosson. Benannt nach dem Fluss Mosson, welcher direkt hinter einer Tribüne im Bogen entlangfließt. So ähnlich wie bei Werder Bremen und dem Weserstadion. Unsere Plätze befanden sich auf der Tribune Haut Languedoc, mit guter Sicht auf das Spielfeld, die Tribune und den Secteur Visiteurs, mit handgezählten zehn Gästefans und zwei Zaunfahnen. Eine kleine -Jeunesse Dunkerquoise- und eine -Ultras Dunkerquois on Tour- Zaunfahne. Freundschaftlich verbunden ist man zur -Onion Brigade 25- von Eendracht Aalst, einem belgischen Verein aus der 3. Amateurliga. Erstmal Respekt, dass die Ultras Dunkerquois an einem Montag die 1043 km, einfache Strecke, auf sich genommen haben. Doch Stimmung wurde zu keiner Zeit wirklich gemacht. Wichtiger war da fast, den Gästeblock mit Aufklebern zu bekleben. Die -Montpellier Tribune Populaire- sang sich vor dem Spiel bereits warm und war dabei schon lauter als Toulouse vor drei Tagen. Die Vereinsfarben vom HSC sind auch eine schöne Kombination aus Blau und Orange. Diese Farben würden die Dynamik des Mittelmeeres (orange) und die Ruhe des Himmels über dem Languedoc (blau) symbolisieren. Languedoc ist die historische Provinz im Süden Frankreichs, in welcher sich auch Okzitanien befindet. Die lange Zaunfahne zwischen Ober- und Unterrang -Montpellier Tribune Populaire- machte daher gut was her. Prägnant und aussagekräftig. Einige Zeit vor dem Anpfiff wurde im Heimbereich eine Gedenkchoreo für Jean-Louis Gasset gezeigt und sehr lange gehalten. Auf einer schwarzen Blockfahne im Unterrang waren sein Name und sein Konterfei abgebildet. Zusätzlich war noch das Wappen des HSC Montpellier zu sehen. Am Oberrang hing der Spruch -DANS L’HISTOIRE ET DANS NOS COEURS POUR L’ETERNITÉ – IN DER GESCHICHTE UND IN UNSEREN HERZEN FÜR DIE EWIGKEIT-. Jean-Louis Gasset war ein erfahrener und bekannter Trainer in verschiedenen französischen Clubs und natürlich auch in Montpellier, wo er geboren wurde. Hier spielte er lange Zeit als defensiver Mittelfeldspieler. Auch in Toulouse wurde für ihn eine offizielle Schweigeminute durchgeführt. Mit einem Bière d’Occitanie ausgestattet, versuchten wir, der Kälte zu trotzen. Wenn ich ehrlich bin, hatte nur ich eins auf der eiskalten Sitzschale dabei. Der Mademoiselle war schon so kalt genug. Die Montpelliérains waren gut drauf. Da war Leben in der Bude, kein Vergleich zu Toulouse. Uns wurde mitgeteilt, dass die Menschen aus Nîmes wohl Schwule, Hurensöhne und Arschlöcher wären. Nachdem der Stadionsprecher intervenierte und durchsagte, man wisse doch, was solche Gesänge für Konsequenzen hätten, drehte die Tribune den Lautstärkeregler nochmals nach oben und sang das Lied lauter. Nîmes ist das Derby des Südens, 60 km trennen die beiden Städte. Konsequenzen aus solch diskriminierenden Gesängen sind Block- oder Tribünensperrungen. Zum letzten Heimspiel gegen Pau FC war der Heimbereich auch wegen solcher Gesänge gesperrt. Die Fanszene konnte aber in einen anderen Bereich im Stadion ausweichen. Drei relevante Gruppen gab bzw. gibt es beim HSC Montpellier. Die alte und historische ist die -Butte Paillade 1991-, für mich die mit Ausstrahlung und Charisma versehene -Armata Ultras- und die -Camarga Unitat 2011-. Letztere hatte ihre Heimat auf der Corbières-Tribüne, der gegenüberliegenden Seite des Butte (im Französischen ist der Butte – Hügel/Erdhügel meist die historische Stätte der Fansektoren in den alten Stadien. Auch wenn es diese heute natürlich nicht mehr gibt, wird der Name oft weiterverwendet).
Die -Armata Ultras- gründeten sich 2002 aus zwei Freundesgruppen, welche aus verschiedenen Vierteln von Montpellier stammten. Die zu dieser Zeit führende Gruppe um die -Butte Paillade 1991- unterstützte die Armata und zu der kleinen Bande der -South Gunners-, einer Rastafari-Sektion der BP91, pflegte man ebenfalls enge Verbindungen. -Ultras Armata- trat alle Auswärtsfahrten an (was in Frankreich nur ein harter Kern von Fans unternimmt). Dies war der Anspruch der Gruppe. Nur ein Spiel bei Ajaccio auf Korsika wurde nicht erreicht, da wegen schlechten Wetters das Schiff im Hafen bleiben musste. Anfängliche Kritiker verstummen darauf nach und nach. Ein weiterer Konsens bzw. eine weitere Einstellung der -Armata Ultras- war der antifaschistische und antirassistische Grundgedanke, ohne dies groß nach außen zu tragen. Die Gruppe hatte bewusst nie mehr als 30 Mitglieder. Man achtete darauf, dass die -Armata Ultras- immer ein Freundeskreis blieben. Dieses etwas elitäre Verhalten führte dazu, dass es interessierte Fans schwer hatten, in der Gruppe aufgenommen zu werden. Und wie es mit der Zeit so ist, wurden die UA nicht jünger, die Motivation, jedes Auswärtsspiel zu fahren und abzuliefern, wurde schwieriger und schwieriger. Eines der letzten großen Ausrufezeichen war die sehenswerte 20-Jahre-Jubiläumschoreografie. Die -Armata Ultras 2002- lösten sich am 27.06.2023 auf. Da aber seit Jahren die -Butte Paillade 1991- nach dem Verlust ihrer Zaunfahne im Französischen Bâches, umgangssprachlich für Plane und einem Einbruch in ihre Räumlichkeiten inaktiv ist, gibt es im Moment keine große, führende Gruppe in Montpellier. Daher der Oberbegriff -Montpellier Tribune Populaire-. Einige Informationen konnte ich aus dem Fanzine -Gazzetta Ultra #3 - aus Frankreich erfahren, in welchem sie mit der -Armata Ultras- ein Interview führten. So kann ich kurz zu den Zaunfahnen an der Balustrade im Unterrang kommen. Viele waren es nicht und teilweise waren sie nicht größer als Doppelhalter. Es hingen: -Imbuvable Clan- auf Deutsch Unerträglicher Clan. Von der Fangruppe hing auch eine Zaunfahne zum Gedenken an Ronan Pointeau. Er war ein französischer Soldat, welcher bei einem Auslandseinsatz in Mali 2019 sein Leben ließ. -Banda Riota- Schwarz mit weißer Schrift. Darauf zwei Hände, die einen Gürtel halten. Ich denke, die Message ist selbsterklärend, weiter -TNF Jeunesse Montpellier-, -Liberté pour les Ultras-, -1974 Montpellier -, - Bienvenue Zélie- und -Courage Will et Kawuet-. Auf meinen Bildern wirkte der Block recht jung, aber doch militant. Die Pailladins pflegen keine offiziellen Gruppenfreundschaften, sie erklären im Buch -Ultra französische Lebensart- dass sie genug mit sich selber zu tun haben und sich nicht noch mit Problemen von Freunden auseinandersetzen wollen. Die Einstellung finde ich, ich sag mal so, etwas ungewöhnlich. Da eine Freundschaft eher Unterstützung bringt als Probleme.

--- Nachtrag: Eine interessante Notiz. Als ich mich Wochen später, mein Bericht war schon fertig geschrieben, durch verschiedene Bilder im Netz klickte, sehe ich die Pyroshow der -Butte Paillade 1991-. Dort feiern sie ihren 34. Geburtstag, beim Auswärtsspiel in Annecy. Mittig wird auf dem Bild eine Grasshopper Club Zürich-Fahne gezeigt.---

Die Union Sportive du Littoral – die Sportvereinigung der Küste konnte recht locker die 3 Punkte mit in den hohen Norden Frankreichs nehmen. Fans und Team feierten dies auch ausgelassen. Nach dem Spiel froren wir uns noch einen ab, bis die Straßenbahn kam und uns zurück ins Zentrum brachte. Das -Stade de la Mosson- liegt etwas außerhalb im Nordwesten der Stadt. Im Apartment wurde sich erstmal aufgewärmt und am nächsten Morgen fuhren wir in einem Rutsch zurück nach Hause.
(Der Kulturbeauftragte)

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L’affaire Casti - Justice Pour Casti
Die Fanszene der Montpelliérains ist verantwortlich für ein Novum in der französischen Ultra- und Fan-Bewegung. Der Anlass geht aber einem sehr negativen Vorfall voraus. Am 21. September 2012 spielte der HSC Montpellier gegen AS Saint-Étienne im heimischen Stade de la Mosson. Vor dem Match schoss die Polizei mit Flash-Balls in eine Menge aus Montpellier-Fans. Diese Flash-Balls sind kleine Gummigeschosse, um größere Menschenansammlungen auseinanderzutreiben. Sie gelten als nichttödliche Waffe. Stehen aber in der Kritik, da sie schwerste Kopf- und Gesichtsverletzungen verursachen können. Durch so einen Flash-Ball verlor der Fan Casti ein Auge. Er war Mitglied der -Butte Paillade-. Seine Gruppe organisierte gemeinsam mit dem -Ultras Armata- am 13. Oktober 2012 eine Demonstration. Es kamen dafür über 1000 Fans und Ultras verschiedener und auch rivalisierender Vereine zusammen. Das gab es in der französischen Fan-Bewegung noch nie. Diese Versammlung erzielte zwar nicht den gewünschten Erfolg, aber sie war ein erstes Ausrufezeichen, dass Fußballfans auch Bürger sind und die gleichen Grundrechte besitzen. Die Repression, wie die staatlichen Verbote von Ultragruppen oder die massiven Einschränkungen der Reisefreiheit von Auswärtsfans, ist in Frankreich extrem. Doch vor allem war die Demonstration eine moralische Unterstützung Casti’s.
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-IN DER GESCHICHTE UND IN UNSEREN HERZEN FÜR DIE EWIGKEIT-

Gedenkfahne für Ronan Pointeau

Je t'aime plus que l'apéro -  Ich liebe dich mehr als den Aperitif

Place de la Comédie

Porte du Peyrou

Chateau d'eau Peyrou

Aqueduc de Saint-Clément

Cathédrale Saint-Pierre

 

La Tour de la Babote

 

Carcassonne

Porte Narbonnaise

Basilika St-Nazaire-St-Celse

im Hintergrund die Ville Basse

Le Grau-du-Roi

Aigues-Mortes

Palavas-les-Flots



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