Kopane.de 2025 07.07.2025 FK Panevėžys – FK Sūduva Marijampolė
07.07.2025, 19:00 Uhr
FK Panevėžys – FK Sūduva Marijampolė
Panevėžys, "Aukštaitijos" stadionas
1. Liga (A Lyga) – 400 Zs. – 1:2

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Anzahl Spiele 1. Männerteam FK Sūduva Marijampolė 2
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Kapazität: 6.600 Auslastung bei diesem Spiel: 6%
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Unseren letzten vollen Tag im Baltikum gingen wir ziemlich ruhig an, wir mussten heute einiges an Strecke zurücklegen und verbrachten somit eine Menge Zeit im Auto. Beim Lidl gegenüber von unserer Unterkunft deckten wir uns nochmal mit Frühstück und Getränken ein, das war dem stillen Teilhaber allerdings noch nicht genug und er visierte einen "Cider - " gleich daneben an. Als er ohne Getränke und mit grimmigen Blick wieder zum Auto kam, erzählte er dieser Laden verkauft nur Zubehör um Cider selbst zu brauen, aber keinen Cider - Die Enttäuschung bei ihm war groß, die Schadenfreude meinerseits dafür noch größer!
Also ging es ohne Cider über die Grenze nach Lettland, wo wir noch einen kurzen Stopp am Meer einlegten. Auch in Lettland wollte ich nochmal baden gehen und wagte mich ins kühle Nass im "Rigaischen Meerbusen" der Ostsee. Das war mit weitem Abstand der beschissenste Badegang seit langem, das Wasser war voll mit Algen verdreckt und ich konnte gehen so weit ich will, es wurde nicht tiefer und ich stand nur bis zu den Knöcheln im Wasser. Eine kleine Höhle besichtigen wir in Lettland noch, den Umweg hätten wir uns aber auch sparen können, war überhaupt nichts Besonderes. Die Hauptstädte sind alle ansehnlich, ja, aber wer malerische Küsten, Berglandschaften oder andere sehenswerte Orte in der Natur besichtigen möchte, der sucht hier leider vergebens. Zumindest war das unser Eindruck in den letzten fünf Tagen von diesen Ländern und wir sind nicht gerade wenig rumgekommen. Dafür fand ich auf dem Weg bis zu unserem Abendspiel in Litauen mit dem Kreuzhügel noch einen heiligen Ort, der als Wallfahrtsort für Gläubige gilt. Über 100.000 Kreuze sind hier aufgestellt, wenn man eines dort für seine Geliebten platziert soll es sie von ihrer Krankheit heilen, so die Legende dazu. Auch Papst Johannes Paul ll. besuchte diesen Ort und hielt dort eine Messe, was ihm ebenfalls einen besonderen Status verleiht. Auf jeden Fall schön anzusehen!
Die Zeit rannte und wir legten nochmal die letzten Kilometer bis Panevezys zurück, wo heute auch unser Montagabendspiel stattfinden sollte. Im kleinen Stadtkern genehmigten wir uns noch ein Abendessen, das auch sehr flott serviert wurde. Mag womöglich auch daran liegen, dass wir lange Zeit die einzigen Gäste waren, der Montag ist eben kein typischer Tag für einen Restaurantbesuch. Am Stadion angekommen suchten wir erstmal vergeblich nach einem Tickethäuschen, bis uns die Ordner sagten, die Karten werden aus einem Auto vor dem Eingang heraus verkauft. Nun gut, auch ein interessanter Weg den Ticketverkauf zu gestalten. Im Stadion kam direkt eine kleine Ernüchterung, als wir feststellten, dass es keinen Kiosk gab, wo man sich mit Kaltgetränken eindecken konnte. Zum Glück sprach uns einer von den Ordnern mit gebrochenem Deutsch an und erlaubte uns auch Dosen mit ins Stadion zu nehmen. Wie es der Zufall wollte hatten wir auch im Auto noch eine Hand voll Büchsen übrig und somit war das Problem auch gelöst. Schätzungsweise 400 andere Zuschauer fanden den Weg hierher, gut ein Viertel war vom litauischen Militär, stilgerecht in Uniform. Die Schüssel kann was - ein schönes, abgeranztes Rund, aus dem teilweise schon die Botanik aus den Sitzen heraus sprießt. Wir waren uns einig: Das beste Stadion der Tour! So schauten wir uns den Kick an, der vom Niveau her genau wie die restlichen Spiele der Tour eher mittelmäßig war, aber wir waren zufrieden. Ich drehte noch eine kleine Runde im Stadion bis zu den Gästen aus Suduva, ganze 9 Stück an der Zahl sind mit angereist. Sie haben sogar beflaggt, Suduvos Sakalai nennt sich der kleine Haufen. Sie wurden zumindest von ihrer Mannschaft belohnt, 1:2 war der Endstand der Partie.
Recht viel mehr passierte nicht mehr, der ältere Ordner fragte uns am Ausgang noch, ob uns das Spiel gefiel - wir signalisierten ihm, dass es schon gepasst hat, aber natürlich bei weitem nicht an den deutschen Fußball ran kam. Wie bereits erwähnt ist Basketball eher der Nationalsport in den Ländern und dem Fußball wird weniger Beachtung geschenkt.
Wir machten die letzten Kilometer in Richtung Vilnius und nächtigten nochmal in einem fürstlichen Domizil, eine Art Schloss auf halber Strecke Richtung Hauptstadt. Vermutlich eine Hochzeitslocation, schönes Ding jedenfalls. Hier hatte ich auch das Glück nicht mit dem stillen Teilhaber ein Zimmer teilen zu müssen, endlich mal eine Nacht ohne das ewige Gesäge. Wie erholsam so ein Urlaub doch sein kann!
Der Rückflug ging Dienstag früh nach Nürnberg. Wir blicken auf einen coolen Trip zurück. Die Terminierungen waren perfekt und die Spiele haben gut in den Plan gepasst. Die Städte, die wir besichtigt haben, waren allesamt schön, Riga war dabei mein persönliches Highlight. Landschaftlich hat das Baltikum leider nicht viel zu bieten, aber das hatten wir auch nicht anders erwartet. Trotzdem, das verlängerte Wochenende hat auf jeden Fall getaugt und wir waren durchaus zufrieden!
(Der Jungspund)

 


Zwischenstopps in Lettland

Kreuzhügel

Panevėžys

das Schlafgemach der Edelhopper



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