FC Rethais II – AS Verinoise
Saint-Martin-de-Ré, Stade Marcel Gaillard
11. Liga (Ligue de Football Nouvelle-Aquitaine District Charente Maritime, Départemental 3) – 30 Zs. – 1:2
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| Spiele zwischen diesen beiden Mannschaften bei Kopane.de | 1 |
| Anzahl Spiele FC Rethais | 1 |
| Anzahl Spiele 2. Männerteam FC Rethais | 1 |
| Anzahl Spiele AS Verinoise | 1 |
| Anzahl Spiele 1. Männerteam AS Verinoise | 1 |
| Einträge zum Stade Marcel Gaillard in Saint-Martin-de-Ré bei Kopane.de: 1 | |
| Kapazität: 2.000 | Auslastung bei diesem Spiel: 2% |
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Es ist so weit. Endlich konnte ich ein Spiel auf Île de Ré sehen. Jahrelang kam mir die lange Sommerpause in Frankreich dazwischen bzw. die Saisonvorbereitungsspiele waren auf dem Festland. Doch heute sollte es sein. Zwar nur die Seniors deux, was weniger Zuschauer und weniger Qualität auf dem Rasen bedeutet, aber sei’s drum. Endlich ein Match de football auf der Insel. Vormittags wurde mit dem Fahrrad die Boulangerie in La Flotte beehrt und bei Café mit Canelé, einem kleinen französischen Gebäckstück, mit puddingartigen Kern und karamellisierter Kruste, am Hafen gefrühstückt. Die Mademoiselle suchte zum Mittag im Nachbarort Le Bois-Plage eine Weinverkostung mit vin bourru heraus. In Deutschland würden wir Federweißer dazu sagen. Bei Livemusik einer Blaskapelle, welche auch ein Lied spielte mit der Melodie von -Griechischer Wein- wo Udo Jürgens seinen Spaß gehabt hätte, wurde sich ordentlich kostenlos mal gegönnt. War sehr lustig und ich war froh, dass der Papy fahren musste. Zu Hause kurz ausgeruht, ging es mit den Fahrrädern von La Flotte rüber zum Stade Marcel Gaillard in Saint-Martin. Dort war, wie beschrieben, nicht viel los. Wenigstens war die Buvette geöffnet und so konnte sich, dass ein oder andere Bierchen geholt werden. Die Mademoiselle war beim Spiel aber nicht mehr ganz so fit. Ich denke, es hatte noch mit den vin bourru zu tun. Schnell bemerkten wir drei, der Papy war wieder mitgekommen, dass wir mit diesem Spiel eine zähe Veranstaltung vor der Brust hatten. Das war ein übelstes Gebolze und ein Ballverspringen. Technisch so gut, wie belgischen Bier im Geschmack. Wer den Vergleich nicht versteht, es war zum Vergessen. Fehlpässe, unterm Ball durchlaufen und Ballannahmen welche halbe Schüsse waren. Ich konnte die Mademoiselle in der zweiten Halbzeit dabei beobachten, wie sie kurz wegnickte und auch der Papy sah nicht wirklich nach Spaß aus. Ich hatte mich tatsächlich auf dieses Spielchen gefreut, doch ab der 60. Minute ertappte ich mich nur noch gewartet zu haben, dass der Schiri ein letztes Mal seine Pfeife für heute betätigt. Als dies geschehen war, ging es sofort zurück nach La Flotte. Eine gute Woche wurde nun noch entspannt. Es ging in den Norden der viertgrößten Insel Frankreichs, zum Phare des Baleines. Der Leuchtturm der Wale ist 57 m hoch und bietet einen klasse Ausblick auf die Insel und die bretonische Meerenge. Nachdem Abstieg und einem Aperitif ging es an der Küste entlang, um einen alten Wehrmachtsbunker, welcher durch die Gezeiten schon in Schieflage geraten ist, zu erkunden. Für den Jüngsten war es natürlich dort am interessantesten auf dem Betonklotz herumzuklettern. Die Wellen hier oben, welche den Strand ordentlich bearbeiteten, haben schon ganz gut Kraft und machen dementsprechend Lärm. Es war ein schöner Spaziergang mit der langsam untergehenden Sonne im Hintergrund. Gefiel der Mademoiselle und mir natürlich. Während des Zweiten Weltkrieges war Île de Ré von 1940 bis 1945 von den Nazis besetzt und wurde zu einem strategischen Stützpunkt des Atlantikwalls ausgebaut. Man wollte damit die alliierte Landung verhindern. Die Insel wurde am 9. Mai 1945 nach der Kapitulation der dort eingesetzten deutschen Garnison befreit. Teilweise wurden die Bunker gesprengt oder einfach stehen gelassen und da sie so nah am Strand stehen wurden sie ständig vom Wasser unterhöhlt und stehen jetzt windschief in der Gegend rum.
(Der Kulturbeauftragte)


Le Bois-Plage










