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12.08.2015, 18:00 Uhr
TJ Mojžíř – FK Malé Březno
Ústí nad Labem, Stadion TJ Svádov-Olšinky
Testspiel – 29 Zs. – 3:2

Seit Sonntag wieder in Dresden weilend, war der Drang danach die Stadt zu verlassen schon wieder sehr groß. Und wenn es nur ein kurzer Ausflug in ein anderes Land ist. Wobei ich schon der Meinung bin, dass die Tschechische Republik für mich schon lange kein anderes Land bzw. Ausland ist. So oft wie ich mich hier herumtreibe. Zumal ja die Grenzkontrollen seit 2007 weggefallen sind. Da ist doch nur noch der Unterschied die Sprache und die Durchsagen am Bahnhof, welche oftmals mit eine Art „Klingelton“ angekündigt werden. Aber ansonsten wohnen auf der einen wie auf der anderen Seite der Grenze Menschen mit den gleichen Hoffnungen, Problemen usw.

Als ich so zu Hause hier und da die Ansetzungen für eine sinnvolle Wochenendgestaltung checkte, sah ich auf der Homepage des FK Malé Březno im Bereich Letní příprava 2015, dass die Mannschaft ein přátelák (Test- bzw.Freundschaftsspiel) gegen die Mannen vom TJ Mojžíř austragen. Das auch noch an einem Mittwoch, den 12.08. um 18 Uhr. Und dann auch noch im Stadion des TJ Svádov – Olšinky. Dies fand ich so super, dass ich sogleich die Information innerhalb der Dresdner Sportplatzsammler weitergab. Doch begeistern konnte sich für diese Spiel wohl niemand so richtig und so fuhr ich eben allein die paar Kilometer bis Usti nad Labem.

Und das auch schon zum zweiten Mal in diesem Jahr. Denn am 13.06. weilte ich das erste mal hier. Damals ein Heimspiel vom TJ Svádov – Olšinky gegen die Zweite vom TJ Chlumec. Das Spiel damals wurde allerdings nach 18 Minuten wegen einem starken Gewitter erst unter- und nach 40 Minuten Pause abgebrochen. Damals schrieb ich noch einem bekannten auf der anderen Elbseite in Nestemice (beide Sportplätze sind ca. einen Kilometer Luftlinie entfernt), dass ich gespannt bin wie lange es bis zur Unterbrechung dauert und ob das Spiel vielleicht abgebrochen wird. Als das Spiel damals abgebrochen wurde, machte ich mich sofort auf den Weg nach Nestemice um dort noch die zweite Halbzeit zu schauen. Ging ich doch davon aus, dass das Spiel dort ebenso auf Grund des Gewitters unterbrochen wurde. Doch als ich in Nestemice ankam, kamen mir die Zuschauer aus dem Stadion entgegen und mir wurde berichtet, dass es bei diesem Spiel nur geregnet hatte und dass das Gewitter ein Schauspiel sondergleichen war. Und das bei einem Kilometer Luftlinie Entfernung.

Doch an diesem Tag sah es in Svádov – Olšinky gut aus. Beide Mannschaften waren da, die Sonne schien, keine Wolke am Himmel und die Heimmannschaft trainierte auf dem Nebenplatz, welchen ich auch an einem Samstag, den 13.06. mit einem Spiel (TJ Božtěšice – FK Spartak Telnice) abhaken konnte und der Platzwart wässerte noch den Rasen und redete entweder mit mir oder seinem Hund, welche neben mir saß. Ich hab halt gelächelt, als er irgendwas sagte und dabei zu mir schaute. Neben mir fanden sich bis zum Ende der ersten Halbzeit noch 28 andere Zuschauer ein, welche ein Spiel zu sehen bekamen, bei welchen beide Mannschaften in der ersten Halbzeit je eine rote Karte (Schiedsrichterbeleidigung) bekamen, aber die beiden Spieler in der zweiten Halbzeit wieder mitspielten. Insgesamt ein, vor allem in der ersten Hälfte, schwache Spiel, welches in der zweiten Hälfte durch fünf Tore etwas aufgewertet wurde. Male Brezno führte mit 2:0, was mich doch ein wenig verärgerte, da ich nun in Erfahrung bringen musste, welche Mannschaft die lilafarbenen Trikots und welche die schwarz-weißen Trikots trägt. Das 2:0 für Male Brezno hierbei besonders skurril, da der Fernschuss direkt auf die Füße des Torwartes fiel, doch dieser sich nicht schnell genug bückte und somit der Ball von den Füßen in das Tor sprang. Doch plötzlich stand es 2:2 und ich war wieder glücklich. Doch kurz vor Schluss traf Mojzir noch zum 3:2. Nun kam wieder ein wenig mehr Arbeit auf mich zu, konnte aber schnell abgeleistet werden.

Da es Sommer war, wollte ein Spieler eine Trinkflasche auf einer Seite des Spielfeldes ablegen, lief allerdings die letzten fünf Meter nicht bis zu Linie, sondern warf die Flasche in hohem Bogen durch die Luft. Die Flache traf zielsicher das Gestänge, der Deckel sprang ab und das Wasser lief aus. Sehr gut gemacht.

Mit dem Zug in Decin wieder angekommen, hatte ich noch über eine Stunde Zeit, bis die Weiterfahrt nach Bad Schandau starten sollte. Und was macht der Mensch von Welt nun in Decin? Schnell in den Supermarkt und ein paar Fotos. Und nebenbei noch die Stadtbevölkerung beobachten. Oder kurz: gammeln. Bei den Temperaturen fällt das aber auch nicht schwer. Schlimmer ist das eh im Winter. Deswegen: Schwitzen statt frieren! Die bis Schöna(Gr) gelöste Fahrkarte für den Sondertarif der U28 ließ die Schaffnerin (Typ osteuropäischer Drachen) wirklich nachfragen, ob ich nur bis Schöna wollte. Da ich auf Diskussionen nun aber keinen Bock hatte und noch denn restlich Betrag zu zahlen (schließlich löste ich ab Bad Schandau noch zwei Stundenfahrten für 30 Minuten Fahrt), drückte ich ihr die neue Plastikmonatskarte der DVB in die Hand: „Novy jizdenky.“ Sie las auf der Chipkarte das Wort Fahrkarte, sprach es aus und drückte mir alles wieder in die Hand und war wohl zufrieden oder verwirrt. Auf jeden Fall war ihr verdutztes Gesicht Gold wert. Gelungener Tagesabschluss! (goju)




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Weitere Begegnungen zwischen diesen zwei Mannschaften:

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