17.02.2012 SC Paderborn 07 – SG Dynamo Dresden

17.02.2012, 18:00 Uhr
SC Paderborn 07 – SG Dynamo Dresden
Paderborn, hässliche Klitsche
2. Bundesliga – 8.066 Zs. – 2:2 – Eintritt: 10 € (Ermäßigt Stehplatz)

„Guten Tag. Wir hätten gern für diesen 5€-Gutschein eine Stehlampe!“
„Stehlampe?“
„Ja, eine Stehlampe bitte?“
„Stehlampe????“
„Ja doch. Eine Stehlampe? Wieso fragen sie immer nach?“
„Stehlampen haben wir nicht! Ich kann ihn eine Bratwurst anbieten!“
„Bratwurst?“
„Ja. Wie sie sehen können, ist dies ein Imbissstand?“
„Aha? Und wo finde ich nun die Lampenabteilung? Ach, und in die Schraubenabteilung muss ich auch noch!“
„Eine Lampenabteilung haben wir nicht! Geschweige denn eine Schraubenabteilung!“
„Das hier ist doch aber ein Möbelmarkt!“
„Nein!“
„Na klar doch! Hier steht es doch. Jetzt schauen sie sich doch diesen Gutschein an!“
„Entschuldigung, aber das hier ist ein Stadion!“
„Stadion?“
„Ja!“
„Wieso?“
„Weil es so ist!“
„Wirklich?“
„Ja!“
„Äh, das hier ist doch kein Stadion!“
„Klar. Schauen sie doch mal über die Werbebanden an dem Zaun hinter ihnen, oder gehen sie hoch auf die Tribüne!“
„Ein Stadion also? Sie wollen wohl kein Geld verdienen? Ihren Baumarkt geht es wohl gut genug?!?“
„Orr…..das hier ist wirklich ein Stadion!“
„Helmut! Helmut!!!! Helmuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuut!“
„Ja, Elfriede?“
„Komm mal bitte die Treppe hoch zu mir! Das musst du gesehen haben. Die haben hier einen Kinosaal, das hast du noch nicht gesehen!“
„Ja, Elfriede. Wo ist der Kinosaal? Der da unten im Imbissstand wollte mir die ganze Zeit erzählen, dass wir in einem Stadion sind!“
„Dreh dich einmal um, Helmut!“
„Boar…..das ist ja unglaublich….diese Bildtiefe, diese Farben….das ist ja wie reell in einem Stadion. Und hör mal: wie klar man diesen schwarz-gelben Haufen dort hört. Das ist ja wirklich, als wäre man in einem Stadion!“
„Du Helmut, ich glaub wir sind in einem Stadion!“
„Stadion?“
„Ja!“
„Nein?!?“
„Doch!“
„Nein?!?“
„Doch!!!! Glaub mir mal. Das hier ist ein Stadion!“
„Hmh……nach eingehender Betrachtung muss ich dir recht geben! Und jetzt?“
„Na wenn wir schon mal da sind, Helmut, können wir das Spiel auch anschauen!“
„Elfriede, du guckst doch sonst kein Fußball.“
„Es gibt immer ein erstes Mal. Und Fußball ist doch gerade so schön in Mode. Da können wir dann schön bei der nächsten Wanderung mit der Eintrittskarte die Blicke auf uns ziehen! Ich hab mich eh schon gewundert, warum man in einen Möbelmarkt 12€ Eintritt zahlen muss.“
„Elfriede du Teufelsweib! Komm du mir heute Abend ins Bett!“

Nach diesem Spiel in der hässlichen Klitsche zu Paderborn bleibt eines bestehen: Die Serie hält! Paderborn konnte bisher kein Heimspiel gegen die SG Dynamo Dresden gewinnen. Sei es im alten Herman-Löns-Stadion oder in der hässlichen Klitsche. Dynamo konnte von 15 möglichen Punkten in Paderborn bisher 11 auf dem Punktekonto verbuchen.

Vor 8.100 Zuschauern (davon ca. 1.200 Gäste) begann diese Spiel wieder einmal mit einer Schlafeinlage unserer Mannschaft. Jens Wemmer traf in der 3. Spielminute für die Paderborner zu Führung. Die SGD kam nur schwer ins Spiel, bekam aber in der 18. Minute einen Elfmeter zugesprochen, den Zlatko Dedic sicher verwandelte, aber auch glücklich sein muss, dass der Torwart nicht in der Tormitte stehen blieb, oder sich später fallen ließ. Denn besonders stark geschossen war der Elfer nicht. Anschließend ging das Spiel hin und her, Dynamo konnte sich aber immer mehr Spielanteile erarbeiten.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Überraschung: Benny Kirsten stand unerwartet im Tor. Wolfgang Hesl zog sich in der ersten Halbzeit eine Verletzung (gebrochener Finger) zu und musste in der Kabine bleiben. Weiterhin ging das Spiel hin und her, gerade Trojan ackerte gut, doch zählbares kam nicht wirklich heraus. Doch in der 80. Minute spekulierte Potè richtig. Ein Gegenspieler konnte einen hohen Ball nicht annehmen und Poté lief hinter ihm durch. Poté lief fast bis zur Grundlinie, passt in die Mitte, doch der Torwart konnte parieren. Doch nicht sicher und schon gar nicht klärend, denn der Ball fiel Dedic vor die Füße und brauchte nur noch einschieben. Die letzten Minuten vergingen wie immer in solchen Momenten immer extrem langsam. Benny Kirsten hielt was es zu halten gab. Trainer Ralf Loose brachte mit Jungwirth sogar noch einen fünften Verteidiger aufs Feld. Doch dann kam die 90. Spielminute. Gewirr im Strafraum, der Ball wird raus getreten, kommt wieder in den Strafraum, blitzschnell dringt der Gedanke „Das Tor wirkt verdammt leer , auf das der Ball gerade zu fliegt!“ und dann sieht man nur noch in Zeitlupe, wie der Ball im Netz zappelt und dahinter die Arme der Paderborner Fans in die Höhe schnellen. Matthew Taylor traf. Verdammt! Das siebte Mal, dass ein solch spätes Tor Punkte kostet. Trotz allem ein verdienter Punkt für unsere Mannschaft. Man kann in der Liga auf jeden Fall mithalten.

Die Stimmung im Gästeblock gut, auch ein neues Lied findet so langsam anklang. Paderborn = Paderborn!

Drei Sachen noch.

1. Mir ist es noch nie passiert, dass wenn ich auf ein Stadion zufahre in dem ich schon einmal war, ich es nicht wieder erkenne. Und ich finde es bezeichnend, dass man bei einem Spiel in einem Stadion das aussieht wie ein Bau- oder Möbelmarkt auf der Eintrittskartenrückseite ein Gutschein für einen Möbelmarkt abgedruckt ist.
2. Ich wünsche Paderborn den Aufstieg in die 1. Bundesliga und das sie sich mit Leverkusen, Hoffenheim, Wolfsburg und irgendwann vielleicht auch mal RB Leipzig um die Meisterschaft streiten. Der deutsche Fußball hat es verdient.
3. Und zu guter Letzt: Wo bekomme ich nun die Stehlampe her? (goju)

Bilder vom Spiel bei

ULTRAS DYNAMO

Bultras

6 thoughts on “17.02.2012 SC Paderborn 07 – SG Dynamo Dresden

  1. Willst du das wirklich wissen? 😉
    Vielleicht findet sich auch nochn gut abgehangenes Stück Fleisch für dich. Oder Lars. Ach nee, Diät. Tz.

Ahoj, du hast das Wort.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.