KF Flamurtari – KF 2 Korriku
Prishtinë, Stadiumi i Flamurtarit
2. Liga (Liga e Parë – Grupi B) – 50 Zs. – 1:1
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| Anzahl Spiele KF Flamurtari | 1 |
| Anzahl Spiele 1. Männerteam KF Flamurtari | 1 |
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| Anzahl Spiele 1. Männerteam KF 2 Korriku | 1 |
| Einträge zum Stadion Stadiumi i Flamurtarit in Prishtinë bei Kopane.de: 1 | |
| Kapazität: 2.500 | Auslastung bei diesem Spiel: 2% |
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Prishtina du Perle des Balkans. Nicht. Jede Person auf der Reise, mit welcher wir über die Hauptstadt des Kosovo sprachen, meinte da gibt’s nichts zu sehen, dort ist es langweilig. Aber wie wir immer sagen, man muss sich selbst überzeugen und ein Bild machen. So setzten wir den stillen Teilhaber daran, ein paar touristische Ziele rauszusuchen. Doch er setzte sich lieber mit ein paar Bier ins Auto. So organisierte der Sportliche zwei Kulturpunkte. In Prishtina wollten wir noch den Jungspund einsammeln, welcher am Vormittag am Airport landete und wir so komplett wären. So war die Bande gespannt, was der Tag heute bringen wird. Denn es war ein Treffen mit einem Mitglied der Torcida Trepça aus Mitrovicë bei dem heutigen Zweitligaspiel am Nachmittag geplant. Wir sollten dann mit ihm gemeinsam in die geteilte Stadt im Norden des Kosovo fahren und waren zu einem Spiel der Basketballmannschaft, einem Playoff Halbfinale, eingeladen. Ich greife schon einmal vorweg, es wurden zwei aufregende und interessante Tage mit den Jungs aus Mitrovicë. Der Sportliche wollte nur über eine albanische Fanseite auf Facebook nachfragen, ob uns ein paar interessante Spielansetzungen vorgeschlagen werden könnten. Über diese Anfrage entstand der Kontakt zu einem Mitglied der Torcida aus Mitrovicë. Da er in Prishtina arbeitet, verabredeten wir uns dort zum Spiel beim Klubi Futbollistik Flamurtari. Die Fahrt von Prizren übernahm Kièls. Da er lange nicht hinterm Steuer saß, hatte er Lust und kutschierte uns quer durch den Kosovo und Albanien. Der Sportliche, unser Fahrer Nr.1, fuhr den Rest und so konnten es sich die restlichen Luis hinten in unseren Neunsitzer gemütlich machen. Faleminderit Jungs.
Also ging es mit den Kulturpunkten los. Ersterer das Kloster Gračanica. Es zählt zu den bedeutendsten serbisch-orthodoxen Klöstern, durch seine politisch sensible Lage ist es auch außerhalb der Religion interessant. Wir bemerkten gleich als wir in der Stadt Nähe Prishtina ankamen, dass es eine größere serbische Community geben muss. Erfahrene Balkanfahrer bemerken dies daran, kein Witz, dass in den Kühlschränken, welche auf den Fußwegen vor den Kiosken stehen, serbisches Pivo verkauft wird. Hier stand Nektar und Jelen in der Ausgabe. Ja, ok die serbischen Nationalflaggen waren natürlich auch ein Indiz. Auch verraten einen die Kirchen und Moscheen im welchen Landes- bzw. Stadtteil man sich befindet. Weiter zum Monument der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo. In der Hauptstadt gelegen fuhren wir einmal daran vorbei und außer dem Sportlichen, er hatte es ja herausgesucht, bemerkte keiner das Denkmal. Nachdem parken gingen wir nochmal zurück und machten Bilder von dem Schriftzug -Newborn-. Das Bedeutende ist vielleicht nicht das Aussehen, sondern die Aussage und dass das Monument oft anders bemalt wird und dadurch seine Message verstärkt und so auf andere Themen eingeht. Z.B. Reisefreiheit der Kosovo-Albaner, Umweltschutz oder den Ukraine-Krieg. Das Unabhängigkeitsdenkmal steht auf dem Platz vor dem Jugend-, Kultur- und Sportpalast. Dass wir die Halle heute noch einmal auf der Choreo der Torcida sehen würden, ahnten wir natürlich nicht. Den Jungspund eingesammelt, gingen wir noch etwas essen und der Südbrandenburger und ich kauften uns zwei Regenschirme. Da kam aber auch was runter. Wir betraten das schlichte Flamurtari-Stadion durch einen Seiteneingang. Die Spieler machten sich gerade an der dortigen Eckfahne warm und ein Ball rollte in meine Richtung, ich spielte ihn sauber zurück aufs Feld und bekam sofort ein Dankeschön von einem Spieler zu hören. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen hier Deutsch sprechen und dass wir sofort als deutsche wahrgenommen werden. Na gut, wenn man sich mal vorstellt, dass beim ATSV „Frisch Auf“ Wurzen auf einmal acht Albaner um die Ecke kommen, guckt auch jeder, nur danke auf albanisch wird wohl schwierig. Das Stadion empfing uns mit einer halbfertigen Stahltribüne auf welcher gerade mal zur Hälfte rote Sitzschalen montiert waren. Bier mit reinnehmen stellte kein Problem dar, da der Zugang offen von der Straße aus möglich war. Es war, wie es sich gehört, die Länderpunktrunde des Jungspundes. Eine schöne Aussicht auf die Berge und fertig. Mehr war es nicht. Unser Kontakt aus Mitrovicë sollte uns nicht nur wegen unserer Herkunft sofort erkennen. Bei den wenigen Zuschauern konnte man eigentlich jeden persönlich begrüßen. Die Regenschirme vom Südbrandenburger und mir wurden auch noch gebraucht und die 2 € waren top investiert. Oder man geht, wenn es regnet, wie die Anderen unter die Tribüne. Im Buch Navijači wird berichtet, dass der Stadtteilverein von einer kleinen Fangruppe namens Armata Kuq e Zi die Rote-Schwarze Armee unterstützt wird. Doch heute war nichts von ihnen zu sehen. Auch keine Aufkleber oder Tags konnten gesichtet werden. Während der ersten Hälfte kam unser Kontakt dann an und wir unterhielten uns das ganze Spiel über den Kosovo, Albanien, natürlich Fussball und über das heutige Basketballspiel und dessen Ablauf. Natürlich stellte man sich auch vor und wir konnten es uns nicht verkneifen den stillen Teilhaber, als das Biermonster zu benennen. Irgendwann schaute unser Kontakt mal auf den Platz und meinte, er hätte keine Ahnung über dieses Match. Verständlich. Uns fiel auf, dass es heute keinen VAR gab. Es wurde erklärt, dass es diesen in der zweiten Liga Kosovo nur in der Woche gäbe. Am Wochenende werden alle für die erste Liga gebraucht. Weiter wurde erläutert, dass der Kameramann neben uns nicht für das Fernsehen filmte. Es gäbe eine Auflage vom Verband, welcher verlangt, dass die Spiele aufgezeichnet werden müssen. Aber er denkt, eigentlich wird sich dies niemand anschauen. Putzig. Abfahrt nach Mitrovicë. Der Jungspund fuhr bei unserem Kosovo-Albaner mit und wir hinterher. Es wurde schnell im Hotel eingecheckt und wir gingen alle gemeinsam zum Palestra Minatori, der Basketballhalle von Mitrovicë. (Der Kulturbeauftragte)




