Kopane.de 2025 26.10.2025 SV Traktor Kalkreuth e.V. – SV Deutschenbora e.V.
26.10.2025, 14:00 Uhr
SV Traktor Kalkreuth e.V. – SV Deutschenbora e.V.
Kalkreuth, Sportanlage Großenhainer Straße
9. Liga (Kreisliga Meißen) – 41 Zs. – 4:0

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Anzahl Spiele 1. Männerteam SV Deutschenbora e.V. 1
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Was zur Hölle mache ich hier eigentlich? Gegen Nachmittag zeigte der Herbst seine kühle, seine ungemütliche Seite. Sturm, Regen, Kälte. Na danke, ich hatte richtig Bock alleine nach Kalkreuth zum Funkladen Koch-Kreisligaspiel, zwischen den Tabellensechsten und den Tabellenneunten, zu eiern. Früh wurde noch Lenny aus Karl-Marx-Stadt am Dresdner Hauptbahnhof getroffen und Fanzines ausgetauscht. Der Gute wollte nach Berlin und dort den zweitcoolsten Verein, nach Dynamo, aus Sachsen, beim BFC Preussen, sehen. So ging es also alleine mit dem Auto die 45 Minuten in Richtung Landkreis Meißen. Als ich Lenny am Hauptbahnhof mein heutiges Spiel erzählte, meinte er noch völlig zurecht, einen geilen alten DDR-Vereinsnamen haben die Kalkreuther. Vollkommen richtig und das Wappen macht ebenfalls was her. Der namensgebende Traktor ist darin enthalten und die Landwirtschaftsmaschine wirkt schon echt edel. Auch das Vereinslogo des SV Deutschenbora ziert eine Agrarmaschine, flankiert von einer grünen Tanne. Der Verein wurde 1950 gegründet und das Dorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Nossen. Auf der Fahrt wurde der Regen immer stärker und der Wind nahm ungemütlich zu. Kein Wunder also, dass ich nach der Abfahrt von der A13 keine Menschenseele auf der Straße zu sehen bekam. Gott sei Dank gab es auf dem Sportplatz einen größeren Unterstand. In der ersten Hälfte blieb ich auch, wie die meisten der anderen 41 Zuschauer, darunter. Die Kicker auf dem Rasen versuchten ihr Bestes, um mit dem Wetter umzugehen, doch das grüne, laubbedeckte Geläuf war seifig und so rutschte der eine oder andere Spieler aus, was wiederum die Zuschauer amüsierte. Die schwarz-gelben Kalkreuther kamen aber im Laufe des Spieles immer besser damit klar und rangen die Gäste mit 4:0 nieder. Erwähnenswert, das 1:0. Dies wurde durch einen klasse Flankenlauf der Nr.10 vorbereitet. Der Spieler hatte auf einmal den Turbo gezündet und sprintete volle Kapelle los. Selbst die Grätsche eines der zwei Gegenspieler, die in diesen Moment sichtlich überfordert waren, ging ins Leere. Nachdem querlegen des Balles von der Grundlinie konnte sein Mitspieler auch nicht mehr vorbeischießen. Alle Glückwünsche gingen berechtigterweise an den Vorbereiter. Da nahm sogar ich die Hände aus der Hosentasche und applaudierte. In Hälfte zwei traute ich mich dann raus aus dem Unterstand und stellte mich auf die Gegenseite unter einen der zahlreichen Bäume. Ich jammerte leise vor mich hin und knipste ein paar Bilder. Nachdem sich der Heimtormann so verletzt hatte, dass er ausgewechselt werden musste, durfte sein Ersatzmann im kurzärmeligen Jersey weiterspielen. Mein Mitleid bzw. die ironischen Sprüche seiner Mitspieler waren ihm sicher. Das restliche Spiel ist schnell erzählt, ich versuchte nicht zu erfrieren. Und das im Herbst.
Was ich im Bericht noch nicht erwähnte, ich hatte vor dem Spiel knappe 15 Minuten Zeit. So schaute ich mir das kleine Mahnmal zum Gedenken der hier von Nazi-Schergen ermordeten sowjetischen Zwangsarbeiter an. Leider etwas unscheinbar und nicht gut gepflegt. Um dorthin zu gelangen, musste ich kurz durchs nasse Gras laufen, was bei den heutigen Wetterverhältnissen eine semigute Idee war. Wenn schon 90 Minuten frieren, dann wenigstens mit nassen Schuhen.
(Der Kulturbeauftragte)




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