KAA Gent – KVC Westerlo
Gent, Arteveldestadion
1. Liga (Pro League) – 11800 – 2:0
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| Spiele zwischen diesen beiden Mannschaften bei Kopane.de | 2 |
| Anzahl Koninklijke Atletiek Associatie Gent | 3 |
| Anzahl Spiele 1. Männerteam Koninklijke Atletiek Associatie Gent | 3 |
| Anzahl Spiele Koninklijke Voetbal Club Westerlo | 3 |
| Anzahl Spiele 1. Männerteam Koninklijke Voetbal Club Westerlo | 3 |
| Einträge zum Arteveldestadion in Gent bei Kopane.de: 1 | |
| Kapazität: 20.185 | Auslastung bei diesem Spiel: 58% |
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An der Planet Group Arena abgeparkt, mussten wir uns noch knappe 2½ Stunden bis zum Spiel vertreiben. Was sonst sollte man also tun als Fritten zu vertilgen, jedoch hatte ich bereits den Tipp bekommen, dass diese hier teilweise mit einer Art Gulasch serviert werden. Nachdem wir einen dieser Stände erspähen konnten, ging das große Mampfen los - Was für ne Wucht, man konnte das Fleisch kaum aufspießen, das war so zart und fiel direkt beim ersten Kontakt in seine Einzelteile. Ein Träumchen, das war unser kulinarisches Stadion-Highlight des Trips. Ein wenig enttäuschend war hingegen der Zuschauerandrang im Stadion, nur knappe 11.800 Besucher fanden den Weg in die Arena, womit sie nur in etwa zur Hälfte ausgelastet war. Fast schon, als würde man ein Heimspiel eines gewissen VW-Clubs besuchen. Der Gästeanhang machte nur einen kleinen Anteil davon aus, nur wenige Fans haben die 100 Kilometer lange Anreise auf sich genommen. Dafür stachen sie aber in den ersten 12 Minuten mit ihrem Support heraus, als bisher einziger Erstligist hielten sich die Anhänger rund um die Westel Youth, die als einzige mit ihrer Gruppenfahne beflaggten, nicht an den Stimmungsboykott. Die Jungs der Ultras Ghent und der Banlieue Gantoise legten erst standesgemäß nach dem Ende der Protestzeit los und wünschten per Spruchband allen Fans "Fijne Festdagen". Schnell fielen auch zwei Buden für die Gastgeber, nach 23 Minuten führten sie also bereits 2:0. Das war spielerisch aber auch alles, was uns noch geboten wurde. Es entwickelte sich zu einem langweiligen Kick, wodurch sich unsererseits die Zeit mit Glühwein und Bier vertrieben werden musste. Die Stimmung war über das ganze Spiel hinweg eher mittelmäßig, für belgische Verhältnisse aber in Ordnung. Nach Abpfiff konnten wir endlich auch den heutigen, langen Tag abschließen und uns im Airbnb, welches wir für die nächsten beiden Nächte belegen sollten, ordentlich wärmen und eine gute Mütze Schlaf holen.
Tag 3 der Tour startete mit einer ausgiebigen Sightseeing Runde im Stadtzentrum von Gent. Fußläufig war dieses in etwa 20 Minuten von unserer Unterkunft entfernt. Auf dem Weg liefen wir schon bald durch eine Gasse, die wohl eine belebte Partymeile zu sein scheint. Clubs, Kneipen und Imbisse soweit das Auge reicht, das klang schonmal vielversprechend für den Abend. Eine der Spilunken warb sogar mit 60 verschiedenen Biersorten vom Faß, da bekamen die Bier-Connoisseure bereits Schnappatmung. Jedoch bemerkten wir schnell, dass auch diese ganzen Schuppen hier zwischen den Jahren geschlossen sind. Kurz darauf folgte die Sint-Pieterskirche, wo wir in den Sonntagsgottesdienst hineingeraten sind - Hätte man eigentlich vermuten können. Schon bald erreichten wir das Zentrum, wo wir aus dem Staunen nicht mehr raus kamen. Gent hat unglaublich viele schöne Bauwerke im mittelalterlich-gotischen Stil zu bieten. Vom Korenmarkt aus schlenderten wir über den Fluss Leie und konnten zwischen der St. Michiels- und der Grafenburg einen Blick auf die Fassaden der Häuser am Ufer werfen. Im Hintergrund waren dabei allerlei Glockentürme von Kirchen und Kathedralen zu sehen. Ein Kühlschrankmagnet wurde noch fix eingesackt und über die "Graffiti-Straße" ging es in eine scheinbar leere Gasse außerhalb vom Stadtzentrum, doch auch hier landeten wir nochmals an weiteren Sehenswürdigkeiten wie der Jacob van Artevelde Statue oder der Sint-Jacobs-Kirche. Der kleine aber feine Weihnachtsmarkt wurde ebenfalls besucht, sodass sich also unsere Sightseeing-Runde bis zum Mittag hin zog. Nun musste eine Stärkung her und wir fanden dieses Mal tatsächlich etwas anderes als Fritten. In einem Restaurant mit nepalesischer Küche stärkten wir uns also mit Hühnchen und Reis, eine willkommene Abwechslung zur belgischen Kartoffel-Dauerbeschallung. Wir gingen den Nachmittag ganz gemütlich an und setzten uns nach einer kurzen Pause im Appartment in unsere Blechkiste, um zum letzten Spiel der Tour zu eiern.
(Der Jungspund)
Stadtzentrum Gent
Sint-Pieterskirche
Flussufer der Leie
Sint-Michielskirche
Grafenburg
Graffiti-Street
Jacob van Artevede Statue
Sint-Jacobskirche
