KFC Moerbeke – KFC Sint-Kruis-Winkel
Moerbeke-Waas, Theo De Vliegher Stadion
Testspiel () – 150 Zs. – 4:6
Statistik anzeigen
| Spiele zwischen diesen beiden Mannschaften bei Kopane.de | 1 |
| Anzahl Koninklijke Football Club Moerbeke | 1 |
| Anzahl Spiele 1. Männerteam Koninklijke Football Club Moerbeke | 1 |
| Anzahl Spiele Koninklijke Football Club Sint-Kruis-Winkel | 1 |
| Anzahl Spiele 1. Männerteam Koninklijke Football Club Sint-Kruis-Winkel | 1 |
| Einträge zum Theo De Vliegher Stadion in Moerbeke-Waas bei Kopane.de: 1 | |
| Kapazität: 1.500 | Auslastung bei diesem Spiel: 10% |
Klick um den Bericht zu sehen. Oder warte auf das nächste "Abhaun!" Vielleicht reichen dir ja auch erstmal die Bilder ;-)
Der Weg von Gent nach Moerbeke führte uns knapp eine Stunde lang durch eine triste Einöde, nur Acker, Industrie und ein bisschen Wald. Landschaftlich hat Belgien scheinbar wirklich nicht viel zu bieten, dafür sind die Innenstädte umso sehenswehrter, wie wir heute Vormittag in Gent und auch zuvor schon in den anderen Städten festgestellt hatten. Angekommen am Sportplatz bot sich uns auch eher eine gähnende Leere, viele Besucher lockte das Testspiel des Siebtligisten nicht an. Circa 150 Leute dürften es gewesen sein, die sich diesen Dümpelfußball zu Gemüte führten. Darunter auch die zwei Kartoffeln, die selbstverständlich als Erstes das Vereinsheim ansteuerten. Für das leibliche Wohl wurde bestens gesorgt und es gab eine Theke, wo man sich mit der ein oder anderen Hopfenschorle eindecken konnte. Dass das Spiel kein Leckerbissen werden sollte, war uns klar. Wurde es auch nicht, dennoch fielen einige Tore in der Partie. Zuerst legte der Gastgeber aus Moerbeke vor und so lautete der Stand zur Halbzeit 3:1. Wie es bei einem Testspiel aber auch üblich ist, wurde in der Mannschaft durchrotiert und es kamen viele junge Spieler in der zweiten Hälfte zum Einsatz. Besonders geglänzt haben die Burschen allerdings nicht, die Gäste erzielten dadurch mal eben saftige 5 Buden. Ich drehte währenddessen eine kleine Runde um den Sportplatz, um ein paar Bilder zu knipsen, damit unsere beiden geliebten Stammleser etwas zum gucken haben. Die Hasstiraden des stillen Teilhabers kannten anschließend keine Grenzen mehr, als er in etwa zur 70. Minute herausfand, dass es neben dem Roman Brouwerij-Flaschenbier doch auch das selbige vom Fass gab. Da hat die Barfrau uns am Anfang einen ganz schönen Stuss erzählt, als sie meinte, dass die Zapfanlage nur zu Ligaspielen in Betrieb sei. Tatsächlich schmeckt der edle Tropfen gezapft auch signifikant besser als aus der Flasche. Schöner Mist. Beim Endstand von 4:6 verließen wir das Gelände und machten uns wieder auf nach Gent. Eigentlich wollten der stille Teilhaber und ich nun auf eine Kneipentour aufbrechen - Aber was soll ich sagen, wir fanden nach einer kurzen Suche ein Irish Pub, es gab gute Getränke, gutes Essen und es lief die Darts WM - Was will man mehr? Also versackten wir gute 4 bis 5 Stunden am Tresen dieses Schuppens und ließen uns dabei allerlei Getränke vom Barkeeper servieren, der Mann war auf Zack. Damit endete auch schon unser letzter volle Tag in Belgien und es sollte kein Spiel mehr folgen.
Dennoch konnten wir am Abreisetag noch ein paar Eindrücke aus der Hauptstadt sammeln, hier waren wir schließlich bisher nur für das Spiel von Anderlecht. Der Mietwagen wurde abgegeben und es ging rein in die Stadt, wo wir zu Fuß einige schöne Punkte abklappern wollten. Die Kathedrale St. Michael und St. Gudula war dabei unser erstes Ziel. Sowohl von innen als auch außen hat sie einen wirklich imposanten Eindruck gemacht, hinzu kam eine Ausstellung verschiedener katholischer Glaubensgemeinschaften, die man besichtigen konnte. Weiter ging es zur Orangerie des botanischen Gartens, etwas nördlich vom Zentrum. Nichts Besonderes, aber für eine Hand voll hübscher Fotos hat es gereicht. Der Weg führte uns anschließend zum Sainte-Catherine Platz, wo wir über den wahnsinnig großen Weihnachtsmarkt geschlendert sind. Es gab hunderte kleine Buden, die sämtliches Essen und typischen Weihnachts-Krimskrams angeboten haben. Hier gab es nichts, was man nicht gefunden hat. Weihnachtsmärkte können sie, die Belgier. Für unser Mittagessen suchten wir uns dennoch ein Restaurant aus, um uns von den nach wie vor eisigen Temperaturen zu wärmen. Dabei hat uns ein Lokal mit äthiopischer Küche angelacht und wir haben dem Ganzen eine Chance gegeben. Wir probierten das Nationalgericht "Doro Wot" und waren hellauf begeistert. Dabei werden einem zwei Hühnerkeulen in einer sehr intensiv gewürzten, vor allem pikanten Suppe serviert, begleitet von reichlich säuerlichen Fladenteig. Die Kombination passt perfekt. Geile Sache, können wir jedem empfehlen! Weiter ging es noch zum Grote Markt im Herzen des Stadtzentrums, dieser weitläufige Platz ist rundum von unglaublich schönen, teils vergoldeten Häuserfassaden eingerahmt. Dementsprechend proppenvoll mit Touristen war es hier auch, dennoch sehr beeindruckend. Enttäuscht waren wir hingegen von unserem letzten Stop. Wir dachten uns, wenn wir schonmal in Brüssel sind, können wir uns auch das Europa-Parlament anschauen. Ein völlig unspektakulärer Gebäudekomplex, dafür, dass sich hier die wichtigsten Politiker Europas regelmäßig einfinden und über alle möglichen Geschehnisse unseres Kontinents debattieren.
Am Flughafen schließlich angekommen, trennten sich unsere Wege. Für mich ging es zurück nach München und für den stillen Teilhaber nach Prag, dieses Mal ebenfalls per Flugzeug statt mit dem Nachtzug. Wir blicken auf ein paar interessante Tage mit guten Spielen, großartigen Innenstädten und reichlich Frittieröl in unserem Nachbarland zurück, nun sollte uns der übliche Alltagswahnsinn allerdings wieder einholen.
(Der Jungspund)
Brüssel
Kathedrale St. Michael & St. Gudula
Orangerie des botanischen Gartens
Sainte-Catherine-Platz
Grote Markt
Äthiopisches Mittagessen "Doro Wot"