29.07.2009 FC København – Stabæk IF

29.07.2009, 20:15 Uhr
FC København – Stabæk IF
København, Parken
Champions League Qualifikation – 15.383 Zs. – 3:1

Nach dem Abpfiff des Auswärtsspieles in Wiesbaden ging es dann direkt zum Bahnhof und mit der S-Bahn nach Mainz. Dort wurde noch ein wenig in der Altstadt abgegammelt. Da wir noch nie in Mainz waren, waren wir überrascht, wie schön doch die Altstadt ist. Gerade rund um den Dom herum. Den besten Ausblick hatten wir dann von einer Terrasse über einem Brauereikeller. Aber viel Zeit hatten wir nicht, denn unser Zug nach Bremen – Hamburg – Lübeck – Puttgarten – Kopenhagen sollte ja von unseren Leibern in Anspruch genommen werden. Schon auf dem Bahnsteig vielen die Heavy Metal Fans auf. Wundersamer Weise standen die auch noch auf dem gleichen Gleis wie wir. Des Rätsels Lösung war das Wacken Metal Festival nahe Itzehoe. Angeblich das größte in Europa. So überraschte es auch nicht, dass der Zug gefüllt mit eben solchen Musikfans war. Nichts für mich, da ich ja eher eine entspannte Musik bevorzuge und somit irgendwo einen Platz im Zug gesucht, der nicht weit weg war von Headbangern. Nach den Umstiegen in Bremen, Hamburg und Lübeck standen wir dann auch mal im Nichts, genannt Puttgarten. Ohne dem Fährhafen wäre dieser Ort wohl gänzlich unbekannt. Mit dem ICE rauf auf die Fähre, ab ans Oberdeck, den Leuten beim Sturm auf den Duty-free-Shop zugesehen, wieder rein in den ICE und noch die letzten Stunden bis Kopenhagen abgerissen. Ankunft, Geldtausch, kostenloser Stadtplan aus der Touristeninfomation und ab zum Hostel, welches keine 10 Minuten vom Bahnhof entfernt war. Auf dem weg dort hin durchliefen wir dann das Viertel des horizontalen Gewerbes. Ein Sexshop neben dem anderen und auch leichte Mädchen stehen auf der Straßen und warten auf Kundschaft.

Nach dem im Hostel im 66-Betten-Zimmer eingecheckt, geduscht und noch mal kurz geruht wurde, ging es dann per Pedes zum Parken. Immer am linken Ufer der fünf aufeinander folgenden Seen entlang, dann noch mal abgebogen und man war da. Die Frauen, die hier joggten hatten eindeutig Potential. Man sieht selten so viele schöne Frauen auf einem Haufen. Zumindest nicht in Deutschland. Im Fanshop wurden dann zwei Karten für 170 Kronen gekauft. Ein Euro entspricht 7,36 Kronen. Da gefällt mir der Wechselkurs im östlichen Nachbarland mit gleicher Währung schon eher. Vor der Abreise schickte ich eine E-Mail an den FCK und fragte an, ob ich denn nicht das Spiel vom Innenraum aus verfolgen könnte. Antwort gab es keine. Trotzdem ging ich mal in das Pressecenter und siehe da, ich stand auf der Liste, jedoch mit dem Vermerk, dass der Pressechef vom FCK noch mal mit mir reden wollte. Nach fünf Minuten Gespräch hatte ich dann eine Fotografenweste über den speckigen Körper gestreift.

Das Parken mit seinen 42.000 Plätzen war ungefähr einem Drittel gefüllt. Im Gästeblock ca. 300 – 400 Norweger. Diese machten dann auch ganz gut Betrieb. Hätte ich im Leben nicht erwartet, dass Norweger so enthusiastisch sein können. Schwenkfahnen und Schals immer wieder im Einsatz, dazu springen, singen und Heiterkeit.

Bei den FCK-Fans gab es einen kleinen Block auf der Hintertortribüne, welcher anscheinend von den „Juniors“ angeführt wird. Hier ebenfalls Doppelhalter, Schwenkfahnen und der ganze Körper im Einsatz. Des Weiteren wurde auf der Gegengerade zu 99% das komplette Spiel gestanden und die meisten Fans hatten auch ein Trikot an, oder waren nach englischen Vorbild mit den bekannten Modemarken gekleidet. Ausgehend von den Juniors gab es immer wieder Wechelgesänge und auch in andere Lieder stimmte die Gegengerade mit ein.

Das Spiel dominierte der FCK. Zwei Tore in der ersten Halbzeit ließen schlimmes vür Stabaek vermuten. In der zweiten Hälfte verkürzte der Spieler mit dem, wie ich finde coolen Namen, Palmi Palmason zum 2:1. Doch César Santin stellte durch einen verwandelten Elfmeter den alten Bastand wieder her.

Nach dem Spiel ging es dann wieder zurück in das Hostel und gleich in den Schlafraum, in dem schon viele seelig schlummerten. Suffgeschichten gibt es bei mir wie immer nicht.(goju)

Ahoj, du hast das Wort.

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