FK Mornar Bar – FK Iskra Danilovgrad
Bar, Stadion Topolica
Halbfinale Rückspiel (Kup crne gore) – 550 Zs. – 2:2
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| Anzahl Spiele FK Mornar Bar | 1 |
| Anzahl Spiele 1. Mannschaft FK Mornar Bar | 1 |
| Anzahl Spiele FK Iskra Danilovgrad | 2 |
| Anzahl Spiele 1. Mannschaft FK Iskra Danilovgrad | 2 |
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| Kapazität: 3.500 | Auslastung bei diesem Spiel: 16% |
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Nachdem unser Ferienhaus am Plazni San Pietro, was 32 km nördlich von Durrës liegt, gefunden wurde, gab es für mich noch ein Abschlussgetränk, um danach im Zimmer zu verschwinden. Der Rest schaute wohl die halbe Nacht Musikvideos von Sandra Afrika. Man kann Dr. Duvel wohl als absoluten Groupie bezeichnen. Der nächste Morgen läutete einen relaxten Strandtag ein. Viele Bars und Restaurants waren zwar noch nicht geöffnet, da die Hauptsaison noch nicht begonnen hatte, aber die Arbeiter wuselten hier überall rum und brachten alles auf Vordermann. Albanien ist schon lange kein Geheimtipp mehr und es entsteht hier ein Bettenbunker neben den Anderen. Durrës hat sich komplett auf den Tourismus eingelassen und so wird es langsam zu viel. Aber kann man es den Menschen verübeln, etwas vom großen Kuchen abzubekommen? Unser Apartment-Komplex war noch fast leer und einige Gasthäuser waren doch geöffnet, so dass wir am Abend einen Tisch am Strand klarmachen konnten. Bis dahin lag für uns aber noch ein gemütlicher Tag mit Strand, mit Cocktails und was alles so dazugehört vor uns. Da noch nicht viel los war, waren die Liegestühle auch noch nicht komplett mit Polstern ausgestattet und man musste schauen sich so ein Teil zu organisieren. Mein Glück war, dass ich ein KB Trepça-Nikki anhatte und ein Mann mich fragte, warum ich hier damit rumlaufe. Nach meiner Erklärung, sagte er, dass er aus Mitrovicë stamme und er mir seine Polsterung temporär überließe. Aber wenn er zurückkommt sie gerne wieder haben würde. Pionierehrenwort mein Guter. Abends waren wir gefühlt alleine im Strandrestaurant und hatten eine gemütliche Zeit mit guten Preisen. Der Sonnenuntergang wurden noch bestaunt und danach wurde im Haus der Abend bei Balkanmusik und Dokus über den Kosovo ausklingen gelassen.
Der nächste Tag bot Kultur, gutes Essen und Fußball. Dafür fuhren wir durch ein sehr ländliches Albanien. Mit klasse Aussichten auf das Meer, die Berge, Täler, mit kleinen Städten und Dörfern. Also Natur können sie hier. Schlechte Straßen aber auch. Wie Google Maps uns da schickte, war schon interessant. Es ging sehr steile und schlecht ausgebaute Holperpisten runter. Ich meinte nur zu Kièls, er solle bitte auf der Bremse bleiben. Unten angekommen, empfing uns ein besserer Feldweg. Mit Schlaglöchern, worin man einen Kasten Feldschlößchen versenken könnte. Einmal mussten sicherheitshalber ein paar Luis aussteigen, damit wir den Krater auf der Straße durchfahren konnten. Aufgesetzt haben wir trotzdem mehrmals. Der Gag, dass es gut ist nicht Offroad zu fahren, wie von der Mietwagenfirma verlangt, machte öfters im Auto die Runde. Die wissen doch selber, dass dies in Albanien ein Ding der Unmöglichkeit ist. Unser erstes Ziel des heutigen Tages war die im Landesinneren gelegene Stadt Kruja. Serge, Ping und der kleine T. waren schon im November 2024 dort und empfahlen uns einen Besuch. Der alte Basar und die Festung sind auch definitiv eine Reise wert. In den Gassen des alten Bazars hatte ich noch ein leichtes Malheur mit einer Frau. Ich wartete, dass mir ein paar Leute aus dem Bild gehen und als dies geschehen war, nahm ich meine Kamera hoch, um loszulegen. Doch eine komplett aufgetakelte Frau lief kack dreist, mit ihrem Handy filmend vor mich und interessierte sich nicht für die anderen Touris und meine Höflichkeit. Blieb stehen und filmte in einer Seelenruhe. So was lieb ich ja. Mich um meine Freundlichkeit des Wartens betrogen, stellte ich mich einen Meter vor sie und die hatte nun den Kulturbeauftragten auf ihrem dämlichen Video. Meckernd ging ich nach ein paar Sekunden, kopfschüttelnd weg. Frau Wichtig nölte nur aggressiv rum, fing an mich auf Französisch zu beleidigen und ging gar nicht mehr weg. Meine rudimentären französisch Kenntnisse ließen sie nur kurz stutzen, um danach weiter Frau Empört zu spielen. Arrêtes Madame. Die anderen Luis hatten ihren Spaß. Da man nicht nur Stadien sammeln kann, wurden noch Kühlschrankmagnete gekauft, um danach den kurzen Weg zur Festung zu laufen. Oben genossen wir die Aussicht bis zur Adria, schauten uns ein wenig um und tranken ein paar Korça, bzw. Espressi. Lange konnten wir dort nicht verweilen, da wir bis nach Bar in Montenegro, wo unser heutiges Spiel stattfand, knapp drei Stunden brauchten.
Das Stadion Topolica liegt direkt am Meer und so ist naheliegend, dass wir noch in ein Fischrestaurant gehen wollten. Doch dies klappte zeitlich nicht mehr, sodass uns das Vereinsheim vom FK Mornar Bar als seine Gäste begrüßen durfte. Ich soll euch im Namen der Reisegruppe explizit eine absolute Empfehlung dafür aussprechen, was hiermit geschehen ist. Direkt am Stadion bekommt man eine Mix-Grillplatte, wo die Luis aus dem Schwärmen nicht mehr hinauskamen. Die Fleischberge konnte 8 ostdeutsche Mäuler nicht bändigen und wir ließen uns etwas davon einpacken. Dass viele Einheimische hier einkehren, wird also kein Zufall sein.
Raus einmal um das Vereinsheim drumherum, steht der Besucher am Eingang des kleinen, nicht wirklich groß ausgebauten Stadions. Das coole hier ist eigentlich die Lage, direkt an der Adria. Und wen man sich auf die unüberdachte Gegengerade stellt, kann man sowie heute einen klasse Sonnenuntergang bewundern. Solltet ihr so clever sein wie Schlordi und euer Kulturbeauftragter bekommt ihr auch nicht euer Nikšićko abgenommen wie ¾ der Luis-Reisegruppe. Das können wir besser.
Auch zwei Bremer Hopper durften ihr Bier abgeben. Die Ordner schauten während des Spiels des Öfteren mal nach, ob die deutschen Touristen doch nicht irgendetwas mit reingeschmuggelt haben und naschten. Natürlich machten wir uns einen Spaß daraus, diese zu veralbern. Irgendwann spielten wir auf dem Handy das Geräusch einer sich öffnenden Bierdose ab. Was dem Ordner, welcher auf der anderen Seite des Sprecherturmes stand, ermunterte immer halbe Verrenkungen zu veranstalten, um uns im Blick zu haben. Kloppi, lass den Schwabos doch ihr Bierchen.
Der Jungspund und ich wollten in der ersten Hälfte mal die Tribüne wechseln, um auch Bilder von dem Bergpanorama zu machen. Doch der Ordner auf der anderen Seite hatte ein Problem mit meiner Kamera. Die wäre nämlich verboten und ich wäre keine Presse. Dass ich auf der anderen Seite schon im Stadion Bilder gemacht hatte, konnte er nur mit einem "No" kontern. Dann halt keine Bergpanorama-Bilder. Zurück am eigentlichen Eingang, war die Kamera wieder kein Problem, but no beer, natürlich mein Guter. Wir geierten dann alle auf den Sonnenuntergang und die Bilder, welcher uns dieser bot, waren einfach ein Träumchen in allen Rottönen. Dr. Duvel briefte uns noch, dass es im Pokal in Montenegro kein Hin- und Rückspiel gäbe und dies hier ein KO-Match wäre. So kotzten wir doch ganz schön ab, als der Zweitligist aus Danilovgrad zum 2:2 netzte. Brauchten wir jetzt nicht bei fast drei Stunden Fahrtzeit. Als der Schiri zu Verlängerung abpfiff, wie wir dachten, verließen die Spieler jedoch den Rasen. Etwas verdutzt verstanden wir, es war doch das Rückspiel und der FK Mornar Bar stand im Finale gegen den FK Dečic Tuzi, fragende Blicke an Dr. Duvel. Egal, Abfahrt. Es wurde spät.
(Der Kulturbeauftragte)


Plazni San Pietro in Albanien
auf den Weg nach Kruja
das alte Stadiumi Kastrioti - Krujë
Skanderbeg Monument
Old Bazaar






