16.03.2012 SG Eintracht Frankfurt – SG Dynamo Dresden

16.03.2012, 18:00 Uhr
SG Eintracht Frankfurt – SG Dynamo Dresden
Frankfurt, Waldstadion
2. Fußballmafialiga – 37.100 Zs. (ca. 1.000 Dynamofans) – 3:0 – Eintritt: 21,00€

 

„Ich glaub es geht schon wieder los…….“

 Auswärtsspiele ohne Gästefans sind irgendwie uncool, blöd, nicht auf der Höhe der Zeit und generell zu missachten, da sie von einem Unrechtsregime, einer Junta seniler Altforderer als gesprochenes Recht angesehen werden. Der gesunde Menschenverstand sollte natürlich im Stande sein so ein Regime zu erkennen und es deswegen nicht anzuerkennen bzw. dagegen zu protestieren. Meiner einer war zwar zur Wende noch jung, bekam diese auch nicht wirklich mit und wunderte sich wenig später nur über die schwarze, süßlich schmeckende Limonade im neuen Gewand, die es auf einmal im Dorfkonsum zu kaufen gab. Aber so langsam verstehe ich, was die Generation meines Vater die Leute auf die Straße trieb und laut „Wir sind das Volk!“ skandieren ließ.

Die, die diesen Scheiß wie Gästeverbote, Strafen die in keinem Verhältnis zu irgendwas stehen und das sich wiederholende „Immer wieder“-Mantra des DFB und der Medien mit einem Kopfnicken akzeptieren, sollten sich mal fragen, ob sie in der Klapse besser aufgehoben sind. Ich kann nicht verstehen, wie sich Menschen alles vorschreiben lassen und gleichzeitig das Hirn ausschalten. Hat etwas von „Jawohl mein Führer! Für dich wälze ich mich sogar in Scheiße!“. Na gut, wenn euch dieses Leben Spaß macht, dann bitte. Aber haltet mir eure Unterwürfigkeit nicht immer wieder mit eurer gelebten Debilität vor! Es nervt!

Freitag der 16.03.2012: die Sonne scheint, es riecht nach Frühling und die Temperaturen sind mehr als angenehm. Endlich!

Die Autobesatzung ist frohen Mutes und mit einem Parkplatz auf der Elbestraße macht sich auch die Hoffnung breit in Frankfurt einem Punkt einzuheimsen. Der Restliche Weg zum Stadion ohne Probleme, beim Aussteigen aus der S-Bahn am Stadion sieht man nur bekannte Gesichter. Es dürften wohl 90% derer gewesen sein, die aus der S-Bahn stiegen, die Dynamo im Herzen tragen. Aus dem Begrüßungsnicken kam man jedenfalls so schnell nicht heraus.

Das Einlassprozedere wurde auch ohne Probleme überstanden und weit vor dem Spiel wurde sich auf der Osttribüne breit gemacht, die Sonne, das Wetter genossen. Nach und nach trudelten immer mehr bekannte Gesichter im Block ein. Erste Dynamorufe aus verschiedenen Ecken des Stadions werden laut. Pünktlich zum Einlauf der Mannschaften standen wie auf Kommando alle Dynamofans im Unterrang der Osttribüne auf und liefen Richtung Gästeblock um sich neben diesem zu platzieren. Dabei überraschte mich die Anzahl der Leute dann doch. Mit so vielen Dynamofans vor Ort hatten wohl die wenigsten gerechnet. Laute Dynamorufe und dann die ersten gemeinsame „Fußballmafia DFB“-Rufe mit der Nordwestkurve. In dieser Lautstärke und Anzahl derer, die sich daran im ganzen Stadion beteiligten nicht zu überhören und auch nicht kleinzureden.

 Fußballmafia DFB!

 Natürlich war man gespannt, wie die Eintracht und die Polizei darauf reagieren würde. Persönliche rechnete man schon mit einer Erstürmung des Blockes. Als die Durchsage kam, dass man nach Rücksprache des Veranstalters geduldet sei, stellte sich eine gewisse Erleichterung ein. SIEG! Sieg auf den Rängen für die SGD. Denn die große Anzahl Schwarz-Gelber ließ wohl keiner andere Möglichkeit zu. Zwanzig Personen wären wohl aussortiert wurden. Aber dieser Mob, der sich da zeigte, holte sich den Sieg! So gut es ging wurde supportet, Wechselgesänge mit anderen Dynamofans im Stadion intoniert, sich so laut wie möglich bemerkbar gemacht, um der Mannschaft zu sagen: „Ja wir sind da, das ganze Jahr, für die SGD………!“ Jedoch war das 1:0 durch Meier in der dritten Spielminute ein schneller Dämpfer und man wusste, dass wir an diesem Abend aufgezeigt bekommen, was eine Spitzenmannschaft ausmacht. Elf Minuten später gar schon das 2:0 durch ein Eigentor von Schuppan. Und zu guter Letzt noch das Tor zum Entstand von 3:0 für die Eintracht in der 34. Minute durch Idrissou. Die Eintracht war einfach immer einen Schritt schneller, besaß bessere Laufwege und schwamm auf der Erfolgswelle, die ein Aufsteiger nun mal hat. Sei’s drum. In Frankfurt kann man verlieren. In den zwölf Ligaspielen seit dem 13.08.1991 konnte Dynamo nur zwei Siege erringen. Davon keinen im Frankfurter Waldsatdion. Trotzdem bleibt der Stolz seiner Mannschaft bei diesen widrigen Umständen gefolgt zu sein. Es hätte schließlich ganz anders ausgehen können. Nach dem Spiel wurden alle Dynamofans noch vor dem Block festgehalten. Bis man wieder am Auto war, vergingen zwischen Abpfiff und Umdrehen des Zündschlüssels mehr als zwei Stunden. Erst mussten alle Eintrachtanhänger das nähere Stadionumfeld verlassen, dann durften wir zum Auto, zur S-Bahn, sprich nach Hause.

 Die Medien glänzten nach dem Spiel wieder mit sensationeller Berichterstattung. So war die Rede davon, dass sich Dynamofans Zugang zum Stadion verschafft hätten. Nun wird also schon der auf legalen Weg erfolgte Eintrittskartenerwerb in ein kriminelles Licht gerückt. Nicht schlecht. Von dieser Propaganda kann man nur lernen. Nirgends wurde auch nur ein gutes Wort an den Dynamofans gelassen. Überall wurde mit einem erkennbaren Unterton wiedermal von negativ auffallenden Dynamofans berichtet. Und das nur, weil wir im Stadion waren. Da passt es natürlich allzu gut, dass einige Dynamofans nach dem Spiel von Frankfurtern angegriffen wurden. Auflagesteigernd konnte so von Randale in Verbindung mit Dynamofans berichtet werden. Es wird als Verbrechen dargestellt seinem Verein gefolgt zu sein. Im aufgesetzten Moralapostelmodus wird das Bild des asozialen Dynamofans bedient, der sich nicht mal an einfachste Regeln hält. Und dabei merken die Medien noch nicht mal, dass sie ihrer Moral, ihren Anspruch einer objektiven Berichterstattung, die sie gern anpreisen, genauso wenig gerecht werden, wie der DFB seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird. Für unsportliches Verhalten wird die TSG Hoffenheim, ich erinnere an das Störgräusch im Heimspiel gegen Borussia Dortmund, freigesprochen. Da greift die verschuldensunabhängige Haftung, sprich ein Verein haftet für Fehlverhalten seiner Spieler, Angestellten und Fans, nicht. Und zwar mit der Begründung, dass laut Stastsanwaltschaft mit der benutzen Anlage keine Körperverletzung erzielt werden konnte. Trotzdem bleib es aber ein unsportliches Verhalten des Mitarbeiters der TSG Hoffenheim, für die die TSG, gemessen an den Richtlinien und dem Anspruch des DFB, hätte haften müssen.

Hey DFB, vergiss einfach nicht wer den Fußball in diesem Land zu dem gemacht hat, was er heute ist. Das waren wir, die auch in den dunkelsten Zeiten des deutschen Fußballs treu zur Seite standen. Wenn wir nicht gewesen wären, hätte der Fußball am Ende einen Stellenwert in den Medien wie Handball, Eishockey oder Curling. Also verscherze es dir nicht bei den treuesten Fans. Denn unendliches Wachstum gibt es nicht und jede Seifenblase, jeder Traum platzt irgendwann mal.

Und liebe ARD: nein, ihr seit nicht schuld wenn ihr Bilder mit Dynamofans zeigt, auf denen die Farbe Rot dominiert. Aber ihr seit dran Schuld, wenn ihr durch eure desaströse Berichterstattung diese Bilder missbraucht und Panik im Staate auslöst. Da ihr Pisser daraus nicht lernt, ich gehe ganz stark davon aus, dass ihr es nicht wollt, lässt mich nur zu folgenden Schluss kommen:

 Ich verweise auf meine einleitenden Worte im ersten Absatz. Denn diese gelten auch für euch, die sich in der Scheiße wälzen, die die Öffentlichkeit, den Bürger, gegen die aufhetzt, die schon am Boden liegen. Aber es steht schon auf einem Niki aus der Dresdner Szene: „Sieger stehen auf, wo Verlierer liegen bleiben!“ Und wir Dynamofans bleiben definitiv nicht in der Scheiße liegen, in der ihr euch mit Genuss suhlt und machen unseren Verein auch weiterhin zu dem, was er ist: unbequem und verhasst!

Und auf eure Werbekampange vom Sommer 2011 will ich auch noch mal verweisen: Mensch…Pyro ist doch medienkompatibel!

 In diesem Sinne: Lügenpresse auf die Fresse! Fick dich DFB! (goju)

3 thoughts on “16.03.2012 SG Eintracht Frankfurt – SG Dynamo Dresden

  1. Dieser Sch… Zettel. Hab uns schon draußen gesehen. Aber die Jungs waren da noch ganz relaxt.

Ahoj, du hast das Wort.

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