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18.03.2017, 10:30
SG Tiefbau Frankfurt/O. e.V. – SpG Sachsendorf/Dolgelin e.V.
Frankfurt/Oder, Sportanlage Buschmühlenweg
1. Kreisklasse Ostbrandenburg St. Süd – 30 Zs. – 4:3

Endlich mal wieder nach Brandenburg. Lockt das Land mit seinen Klischees doch ungemein und stetig muss in den verschiedenen Landesteilen mal vorbei geschaut werden, ob die Behauptungen über Land und Leute zutreffend formuliert, oder eben einfach mal real sind. Ich meine, wenn hier und da über Brandenburg hergezogen wird, muss das Land auf einer Attraktivitätsskala von 1 bis 10 irgendwo bei -100 liegen. So grob in diesem Rahmen. Wobei ich aber auch sagen muss, dass der Spreewald die Skala bereits einige Punkte in Richtung des positiven Wertes verschoben hat. Nur ganz gereicht hat es halt noch nicht. Und Brandenburg nur auf den Spreewald reduzieren ist ja nun auch nicht gerade objektiv. Obwohl es dort schon recht schön ist. So ohne Menschen, allein mit der Natur und einem Boot.

Heutiges Studiengebiet sollte also Frankfurt an der Oder sein. Nicht so berühmt wie Mainhattan, aber der Oderturm holt im Skylinevergleich auch noch einiges raus. Was ist schon die Skyline von Frankfurt gegen die Skyline von Frankfurt. Positiv an FFO sicherlich die Nähe zu Polen. Schnell mal über die Oder und schon bist du im Land der (nicht mehr so ganz) billigen Preise. Für einige der 58.000 Einwohner sicherlich lebensnotwendig. Können sie doch Zigaretten, Alkohol und Drogen in Slubice günstig erwerben. Wie wäre es wohl, wenn Amsterdam und Berlin zwei durch einen Fluß getrennte Städte wären? Wieviele Berliner würden nur wegen den Drogen tagtäglich nach Amsterdam gehen und zurück nach Berlin schweben? Ließe sich das irgendwie und irgendwo hochrechnen? Ist das nicht mal ein gutes Forschungsprojekt für die Uni XYZ?

Nunja, zurück nach Frankfurt und zurück zu den Härten, welche das Leben so bereit hält. Denn angekommen am Sportplatz von Lokomotive Frankfurt hieß es dort erst mal „Hier wird heute nicht gespielt.“. Und justament schlichen die Spieler auch schon vom Platz. Dass das regnerische Wetter, welches bereits die ganze Woche aktiv war, erst kurz vor Anpfiff zu einer Spielabsage führt, ist dabei geschenkt. Also wieder rein in des Kostverächters Vehikel und rüber zur SG Tiefbau Frankfurt/Oder (laut Fussball.de der einzig aktive Fußballverein mit dem Namen Tiefbau). Die Sportanlage Buschmühlenweg nur ein kleines Stück in südlicher Richtung nach dem Stadion der Freundschaft gelegen und sogar mit beidseitigen Ausbau in vorm von Stufen. Gespielt wurde auch, also raus aus dem Auto und rein in den Regen-Sonnenschein-Mix und den örtlichen Schönheiten („Die ist schon attraktiv, aber die Piercings im Gesicht zerstören alles.“) gestellt. Und zu unser aller Überraschung, gingen diese während dem Spiel sogar richtig mit. Zwar war das nur Gepöbel auf RTL-Niveau, aber immerhin litten sie neben den Spielern auf dem Feld und boten reichlich Anlässe zum lachen oder um die Augen zu verdrehen. Manchmal auch beides im gleichen Moment. Die SG Tiefbau schoss kurz nach unserer Ankunft das 1:0, fing sich bis zur Halbzeit drei Gegentore und drehte das Spiel in der zweiten Halbzeit noch zum 4:3. Das hatte hier zwar alles nicht so richtig mit Fußball zu tun, doch der Kampf der Heimelf belohnte sie. Und für die Frisuren, welche es in keinem Russenfilm, aber dafür eben hier gibt und gab, musste und konnte es nur ein Sieg sein. Und ich frage mich noch immer, wie manche Tore erzielt werden konnten. Chance vorbei – Tor! Ein torreicher Auftakt des Tages. (goju)






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Ahoj, du hast das Wort.

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