24.06.2011 ASV Wintersdorf – TSV Monstab-Lödla

24.06.2011, 19:00 Uhr
ASV Wintersdorf – TSV Monstab-Lödla
Gößnitz, Karl-Ebhardt-Sportstätte
Pokalfinale Kreis Altenburg – 480 Zs. – 1:6

 

Die Saison 2010/11 geht langsam aber sich zu Ende. Die letzten noch ausstehenden Pokalfinale werden ausgetragen, ganze Dörfer mobilisiert um ihre wacker kämpfenden Mannen in der Pokalschlacht zu unterstützen. Der himmelblaue Danny rief den Pokalabend in Gößnitz aus, dem eine 5er Besatzung aus Dresden folgte. Ein Ort mit einem Sportplatz, an dem man auch schon unzählige Male vorbeigefahren ist,liegt er doch an der Bahnstrecke Leipzig – Altenburg – Zwickau und auch Chemnitz – Eisenach – Göttingen. Öfters schon dachte man sich, als man so aus dem Zugfenster schaute und den unterhalb der Schienen liegenden Sportplatz sah, dass er irgendwann mal fällig ist. Irgendwann, nicht heute, nicht sofort – aber irgendwann. Und nun, am 24.06.2011 war es soweit. Pokalfinale des Landkreis Altenburg. Der Pokalsieger aus den Jahren 2009 und 2010, der FSV Gößnitz, stellte seine Karl-Ebhardt-Sportstätte zur Verfügung, was dem FSV im Rahmen seines Fußballfestes sicherlich ganz gut passte, auf der sich der ASV Wintersdorf und der TSV Monstab-Lödla ab 19 Uhr gegenüberstanden. Für den Wechsel von drei Euro gegen eine Eintrittskarte durften wir den Sportplatz betreten. Blöd nur, dass 30 Meter weiter ein kleines Tor offen stand, durch das man hätte kostenneutral den Sportplatz betreten können. Beide Vereine hatten ihr Dorf auf die Beine gestellt. Die Wintersdorfer bezogen hinter einer „ASV Ultras“-Fahne Stellung, die Monstab-Lödlaer standen einfach nur am Hang. Der Schiri pfiff, es ging los und nach zwei Minuten stand es schon 0:1 für den TSV. Nach drei gespielten Minuten 0:2 und in der siebten Minute wurde auf 0:3 erhöht. Bei den Tabellenplatzierungen 6 und 4 erwartet man das nicht unbedingt. In der ersten Halbzeit gab es dann noch zwei Gegentore für den ASV, zwischen den vierten und den fünften musste der Torwart der Wintersdorfer ausgewechselt werden. Dachten wir da noch, dass es nicht schlimmer werden konnte, ließ uns der Blick zur Trainerbank dann doch frohlocken, dass ein zweistelliges Ergebnis nicht unvorstellbar ist. Erste Aktion für den neuen Torwart sah dann so aus: Ball kommt auf die Beine dessen, dieser greift zu, doch der Ball rutscht durch die Hände und Beine ins Tor. Null zu fünf – der Käse ist hier und heute gegessen. Bei den ASV Ultras begann langsam der Trotz in den Kopf zu steigen. Und nachdem ein Spieler des TSV mit voller Absicht nach einen Foulspiel den Ball in deren Menge schoss, war kurz Action auf den Rängen und dem Platz. Denn der Spieler traf einen ASV-Fan, der dadurch sein Bier verlor. Dies nötigte wiederum einen anderen ASV-Fan sein Bier auf den Spieler zu entsorgen, über die Werbebande zu springen und den Spieler anzugreifen. Kurzzeitig war mal so richtig Halligalli auf dem Platz, aber nach einer Rudelbildung irgendwann alles wieder im Lot. Bis der Schiedsrichter dem Spieler die rote Karte zeigte und die ASV-Fans in lautstark aufforderten doch mal zu ihnen zu kommen. Das machte der Spieler auch in Ansätzen, redete irgendwas und wurde von einem Mitspieler zur Trainerbank weggezogen. Nach diesen unterhaltsamen Minuten war dann auch Halbzeit und der Wintersdorfer Mob schickte die Mannschaften mit lauten, und vor allem wütenden, ASV-Rufen in die Kabine. In der zweiten Halbzeit passierte bis auf zwei Tore, ein wenig Singsang der ASV’er und den abschließenden Feierlichkeiten der TSV’er nicht mehr viel. Nach diesem Pokalgewinn dürfen sich die Monstab-Lödlaer nächste Saison in ihrem Landstadion Freundschaft, welches sie ab dem 18.05.1955 anlegten, für noch höhere Aufgaben empfehlen.

Das war es mal wieder vom Regionalsport – zurück in die Sendeanstalt. Es grüßt der goju.

 

2 thoughts on “24.06.2011 ASV Wintersdorf – TSV Monstab-Lödla

  1. Huhu Jungs, klasse Sache die ihr da macht. Sehr unterhaltsamer Spielbericht. Ihr seid nächste Saison herzlich Willkommen in unserem schönen Stadion in Monstab!
    P.S. unser Singsang war doch auch schön 🙂

Ahoj, du hast das Wort.

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