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28.03.2015, 15:00 Uhr
FC Schradenland e.V. – SV Askania Schipkau e.V.
Großtiemig, Sportanlage Grüne Eiche
Kreisoberliga Südbrandenburg – 125 Zs. – 3:3

FC Schradenland gegen Askania Schipkau – da war ich etwas verdutzt, denn den FC Schradenland kannte ich bisher noch nicht. Auch wusste ich bis zu diesem Tag, den Ostermontag, noch nichts vom Schradenland. Meine erste Vermutung war, dass sich ein Tunnel zum Mittelpunkt der Erde aufgetan hatte und irgendwelche Reptilienmenschen aus der Hohlerde mit der Flugscheibe empor stiegen und nördlich von Sachsen das Schradenland in Erinnerung an den Schaden ausriefen, den manche Verschwörungstheoretiker haben. Vielleicht hatten sich auch jüdischristlichbuddistischmuslimische linksrechtsobenuntenmittig grüngelbblauviolett versiffte menschenfressende vegane Salatnazis von der Venus hier niedergelassen und wollten ein neues Weltreich gründen und dieses Spiel war nur der Anlass ihrer Zusammenkunft und das Großreich Schraskanipkau sollte ausgerufen werden.

Doch leider war alles viel langweiliger und der FC Schradenland ist ein neuer Verein, welcher aus den Vereinen SG Grüne Eiche Großthiemig und noch irgend einem anderen entstand. Oder es wurde nur Grüne Eiche umbenannt. Auf der Homepage des FC Schradenland steht bis jetzt (03.04.16) bisher nichts. Bitte die Entstehung des Vereins nachliefern liebe Schradener.

Auf jeden Fall hat das Schradenland eine Attraktion zu bieten, die es so in Brandenburg nirgendwo gibt. Denn das Schradenland hat mit den Grödener Bergen (201,4 Meter) die höchste Erhebung im ganzen Bundesland Brandenburg zu bieten. Und das macht dieses Bundesland ungemein attraktiv. Denn neben dem Paddeln auf der Spree, dem Buddeln im Brandenburger Sand oder dem Abgammeln im Tropical Island ist auch Wintersport möglich. Wahnsinn! Hätte Brandenburg noch einen Zugang zum Meer, würden wir das Land wohl liebevoll Nordslowenien nennen. Badespaß und Wintersport so nah beieinander – das freut das Gemüt. (Dennoch gilt: Winter raus!).

Mehr zum Schradenland könnt ihr beim RBB (sogar mit Video) erfahren:

„Das Amt Schradenland liegt im Süden Brandenburgs schon an der Grenze zu Sachsen. Das hört man auch in der Sprache sehr deutlich, wenn man in Gröden, Merzdorf, Hirschfeld und Großthiemig unterwegs ist. Gastfreundlich und sehr aufgeschlossen sind die Menschen hier. Sie lieben Traditionen und Kuriositäten. Wo fährt schon der Osterhase im November durch die Gegend? Oder wer macht aus Zwiebeln Kunst? Im Herbst ist die Landschaft mit der höchsten Erhebung Brandenburgs eine Reise wert.

Der Heidebergturm ist von weitem sichtbar: in 34 Metern Höhe lässt er bei klarem Wetter einen Blick bis Leipzig zu. Nico Kaulisch hält den aktuellen Treppenlaufrekord. Die 162 Stufen sprintet er in einer Minute 12 hoch und runter. Fast unglaublich, aber wahr: die Grödener Berge sind mit 201,4 Meter schon Mittelgebirge und Wintersportgebiet mit Piste, Skilift und einer Hütte für Aprésski. Die Berge liegen mitten im Grenzland. Alte Grenzsteine aus Sandstein markieren die Grenze zwischen Preußen und Sachsen. Gerd Ossendorf vom Heimatverein Merzdorf wandert mit Interessierten auf der Spur der Steine.“

Ich beschäftige mich lieber mit dem Fußballspiel. Also dem Versuch eines Fußballspieles. Also dem Ansatz mal länger als zwei Minuten ohne Schiedsrichterpfiff den Ball laufen zu lassen, weil wieder ein Spieler auf dem Rasen lag. Oder kurz: Fußballparodie. Für 2,50 Euro war das, ich habe ja nix erwartet gehabt, dann doch sehr unterhaltsam. Insgesamt sechs Tore, wovon fünf unerklärlicher Weise fielen. Denn vier von sechs Toren waren nach dem Motto: Spieler X hat den Ball, müsste schießen, Chance vorbei – Tor! Und da schauten wir uns ein um das andere mal mehr als erstaunt an. Gut, bei dem ersten Tor in der ersten Minute hatte ein Maulwurf oder der Platzwart eine Aktie dran. Schwacher Schuss aufs Tor, der Torwart lässt sich fallen und kurz vor ihm springt der Ball hoch und über ihn ins Tor. Kann mal passieren. Dazu noch ein sehr sehenswerter Freistoß und ein Strafstoßtor. Aber die anderen drei waren wirklich merkwürdige Tore. Da hatten die Echsenmenschen aus der Hohlerde ein gehöriges Zünglein an der Waage dran. Der beste Mann auf dem Platz, Schiedsrichter Hanisch, verteilte auch ordentlich Karten. Die Baumbrasilianer hatten wohl Fußball mit Holzhacken verwechselt. In der ersten Halbzeit nur zwei gelbe Karten, in der zweiten Halbzeit dagegen acht Gelbe und einmal Gelb-Rot. Und den Strafstoß erteilte er auch, weil „Der hat den Gegenspieler getötet.“

Alles in allem waren die Stunden in Großthiemig recht unterhaltsam. Ungefähr so, wie wir mit unserem Gelaber die umstehen Personen unterhielten. Und kleine Anekdote noch zum Schluss, welche ich leider bisher noch nicht genau verifizieren konnte: Die Sitzschalen auf der kleinen Tribüne sollen dem Hörensagen nach aus dem alten Parkstadion in Gelsenkirchen stammen. Wer kann aufklären? (goju)




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Weitere Begegnungen zwischen diesen zwei Mannschaften:

Ahoj, du hast das Wort.

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