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01.08.2021, 15:00 Uhr
SC Westfalila 04 Herne e.V. – TV Jahn Dinslaken-Hiesfeld e.V.
Herne, Westfalia-Stadion am Schloß Strünkede
Testspiel – 105 Zs. – 4:1

Ausgeschlafen in den Tag gestartet, wurde zunächst der 10-Uhr-A-Jugend-Kick im Parkstadion ad acta gelegt, denn ich saß noch am Früstückstisch. Und das Parkstadion rennt ja nicht weg. Das zweite Spiel, welches als Alternative zum 10-Uhr-Spiel gedacht war, musste auch gestrichen werden, da das Rad noch nicht fertig war. Das Vorderrad musste noch getauscht und de Luft aufgepumpt werden. Dinge, die passieren, wenn ich der einzige bin, der das Rad in den letzten beide Jahren mal bewegt hat. So war es leider nicht mehr möglich, das 12-Uhr-Spiel der zweiten Mannschaft der SG Herne 70 auf Hartplatz mitzunehmen. Und das wurmte mich mehr, als der Kick im Parkstadion. Denn bei der Kunstrasensucht im deutschen Fußball werden Ascheplätze immer weniger. Da ist es für jeden Hartplatz quasi schon 5 nach 12. Die Zeit rennt und wir kommen kaum hinterher. Schlimm.

Endlich auf dem Rad sitzend (und ja, in den nächsten Tagen wurde jedes Spiel mit dem Rad angesteuert) ging es zunächst zum Schloss Strünkede und anschließend hurtig ins Stadion mit selben Namen. Vor zwei Jahren sah ich erst nach einem Spiel von Westfalie Herne, dass dieses Spiel war. Aber wer außerhalb von Herne/vom Ruhrpott kennt bitte den Crange-Pokal, welcher zum Volksfest ausgespielt wird?

Da die schicke Bude hier seit längerem nun aber einen Kunstrasen besitzt, rennt hier die Zeit nicht mehr wirklich und ich stattete dem Stadion zum Auftakt der „Le Tour de Route der Industriekultur“ einen Besuch ab. Fünf Euro mussten berappt werden um sich das Spiel anschauen zu können. Ein Preis, welchen ich gern bezahlte. Wer das Stadion kennt, weiß, dass es jeden Euro wert ist. Wer es bisher nicht kannte, lässt einfach die Bilder auf sich wirken. Geiler wäre die Bude nur, wenn immer noch ein Rasenplatz statt eines Kunstrasen hier liegen würde. Die nächste Steigerungsstufe für fast schon Gottstadion wäre ein Hartplatz. Spitzenspiel, 32.000 Zuschauer, Regen, Hartplatz – ich würde hier nur noch im Dreieck springen vor Freude.

Der Zuschauerrekord stammt übrigens aus dem Jahr 1960 und liegt bei 35.000 Zuschauern. Westfalie Herne gegen den Hamburger SV in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft lautet die Partie dazu. In der Liste der größten Stadien Deutschlands (also die bei wikipedia) steht dieses Stadion an Platz 21. Hinter dem Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden und vor dem neuen Wedaustadion in Duisburg.

Von den 105 Zuschauern waren 104 mehr am sportlichen Ergebnis interessiert, als der 105. Zuschauer, welcher mehr den Blick im Stadion schweifen ließ und sich einfach nur freute, dass der Bumms nicht 0:0 ausging. Einen erneuten Besuch des ab 1910 erbauten Stadions steht aus meiner Sicht nichts im Wege. Dann aber zu einem Punktspiel. Mit Fans beim Heim- als auch Gastteam, mit etwas mehr Spannung im Spiel einen positiven Ausgang für Westfalia Herne. Oder es wird mal das Stadtderby gegen den DSC Wanne-Eickel. Da wäre ich erst recht nicht abgeneigt. (goju)






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