03.06.2012 SV Königsbrück/Laußnitz – SG Dynamo Dresden

03.06.2012, 15:00 Uhr
SV Königsbrück/Laußnitz – SG Dynamo Dresden
Laußnitz, Heidestadion
Testspiel – 1.200 Zs. – 0:15 – Eintritt: 9€

Ein Programm war gesucht um den Sonntag erfolgreich zu gestalten. Da ist es doch nicht schlecht das der Loose Ralf die Dynamo-Spieler schon etwas eher wieder den Bällen hinterher treibt als die anderen Zweitligisten es tun. Also konnte zur Mittagszeit ein Automobil bestiegen werden, welches uns recht zügig nach Laußnitz brachte. Am Veranstaltungsort standen schon Ordner welche uns auf den zum Parkplatz umfunktionierten ehemaligen Hartplatz einwiesen (laut Aussage eines selbigen soll hier bald ein neuer Rasenplatz entstehen), auch allerhand Bullenvolk war schon präsent. Um die freie Zeit bis zum Anpfiff um die Runden zu bringen gönnte man sich den Genuss eines wirklich leckeren Softeises.

Nur leider sollte dies auch das einzig positive am weiteren Tag bleiben, denn am Eingang wurden einem doch tatsächlich unverschämte 9€ (möglicherweise schon Anzahlung auf den neuen Rasenplatz?!) abgenommen. Ermäßigt (6€) war auch nach allerlei Verhandlung und Rehaugen aufsetzen nicht möglich. Somit war mein Budget für den Tag schon jetzt so gut wie aufgebraucht. Na Super! Und auch nach betreten der Sportanlage wuchs meine Abneigung mit jeder Minute. Allerhand abstoßende Musik der Marken Fußball- und Partyhit wurden hier zum besten gegeben. Und der Stadionsprecher (ich nenne ihn mal so) suchte wohl sein Vorbild in „Kultfigur“ Gerd Zimmermann, was einfach nur ätzend war. Zwischendurch wünschte ich mir sogar das Dynamo doch bitte aufhört Tore zu schießen denn seine Ansagen wurden immer peinlicher. Das Stadion an sich hatte auch nicht viel zu bieten. Ein Rasenplatz, einige Holzbänke entlang der Geraden, ein Rasenhügel und ein Umkleidehäuschen eben. Wäre dies ganze drumherum nicht gewesen wäre es heute sicher eine ganz kultige Angelegenheit geworden. Da das Stadion hier auch keine Überdachung bietet ergaben wir uns dem andauernden Nieselregen und ließen uns in der hintersten Ecke nieder. Von hier konnte man gut beobachten wie der Pöbel auf der gegenüberliegenden Seite im Vollsuff versuchte den ein oder anderen Gassenhauer anzustimmen. Einzig die örtliche Jugend brachte mich noch einmal zum lächeln als sich Männlein und Weiblein völlig abseits ihren ersten Annäherungsversuchen hingaben. Ich bin zwar in den letzten Jahren nicht so der Testspielgänger gewesen, doch soweit ich mich erinnere hatten diese Spiele früher mehr Flair. Man bezahlte seine 3€ Eintritt, konnte seinen Lieblingen einmal ganz nah sein, sich das ein oder andere Autogramm sichern und genoss im Kreis von etwa 500 Zuschauern einfach den Fußball. Und heute? Einfach traurig!

Ach ja der Ball rollte auch noch. Es ist eine schnell erzählte Geschichte: Dynamo begab sich nie in wirkliche Gefahr, versuchte ab und an zu zaubern und lies bei der Chancenverwertung nichts anbrennen. Allein Pavel Fort netzte in seinen 45. Minuten satte vier mal ein und steuerte so die meisten der 15 Tore bei.

Aus gegebenen Anlass muss ich leider noch erwähnen das sofort nach Abpfiff der Partie das Spielfeld von kleinen Kinder in Beschlag genommen wurde. Was sollte das? Und wo waren bitte die Eltern dieser Kinder? Wo war das Sicherheitskonzept und die Security in diesem Moment? Denken die denn auch an die Spieler welche in solchen Situationen angst um ihr Leben haben müssen? Merken die es noch? Was hatte das mit Sport noch am Hut?

Ach du armer deutscher Fußball: Gute Nacht! In diesem Sinne möchte ich zum Schluss kurz noch den goju aus einem seiner älteren Berichte zittieren:

„Blablablabla….Rharbarber Rharbarer…hohle Worthülsen…Angst verbreiten…Überwachungsstaat stärken…Volk verdummen!“ (Felix DW)

One thought on “03.06.2012 SV Königsbrück/Laußnitz – SG Dynamo Dresden

  1. Also ich behaupte die eintrittspreise sind einfach so teuer weil Dynamo auch Geld für so ein Spiel will 😉 Und gegebenfalls die Schiris, weis es aus Nossen da hat nur der schiri 1500€ gekostet…. Von Dynamo´s ( trotz 80% Probespieler) Gage mal ganz abgesehn.

Ahoj, du hast das Wort.

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