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05.03.2016, 15:00 Uhr
SV Post Germania Bautzen e.V. – LSV Bergen 1990 e.V.
Bautzen, Stadion Müllerwiese Kunstrasen
Kreisoberliga Westlausitz – 50 Zs. – 4:1

Ein paar Minuten vor Abpfiff verließ ich bereits den Sportplatz an der Thrombergstraße und machte mich wieder zu Fuß auf den Weg zum Stadion Müllerwiese. Dabei stolperte ich über ein Foto zweier Zwillingsmädels, welche auf der Rückseite zur Zwillingsgeburtstagsfeier einluden. Also nicht an diesem Tag, aber noch in diesem Monat. Aber guter Samariter wie ich nun mal bin, drückte ich Basti diese Einladung nach dem Erreichen des Kunstrasenplatzes neben dem Stadion Müllerwiese in die Hand.

Der Kunstrasenplatz ist ein abgrundtief hässlicher seiner Art und strahlt mit dem angebotenen Ambiente aber so was von Langeweile aus, dass ich zu tun hatte nicht einzuschlafen. Dass es wenigstens kein tröges 0:0-Spiel wird, stellten die Gäste auch gleich mit ihren Führungstreffer dar. Und ganz nebenbei bemerkt, gab es auch hin und wieder hitzige Szenen auf dem Platz, durch welche sich der junge Schiedsrichter aber nicht aus der Ruhe bringen ließ. Das wichtigste Tor aber bekam ich erst so richtig mit, als der Ball bereits im Tor lag. Denn die Postler erzielten nur Sekunden vor dem Pausenpfiff (bzw. Pfiff der Schiedsrichter nach dem Tor zur Pause) das wichtige 1:1. Psychologisch ganz wichtig für den Kopf und so. Ich ließ mir das Tor dann so erklären: „Der hat den Ball so...so hier..also so hier, ne...und BÄM Tor!“ Zumindest kam es bei mir so an, denn die Handbewegung, welche die Flugbahn des Balles nachahmte, kann ich irgendwie schwer beschreiben. So ungefähr: Die Hand wurde gen Himmel gereckt, bewegte sich leicht vom Eigentümer weg, machte eine kurze Bewegung nach links, anschließend nach rechts (sozusagen eine S-Kurve) und deutete zum Schluss auf das Tor.

Doch das waren noch nicht alle Tore im Spiel. Der Bautzner Stürmer Tittel gefiel wohl der Gedanke in der zweiten Halbzeit einen Hattrick zu erzielen so sehr, so dass er ihn gleich in die Tat umsetzte. Trotz Sieg und Niederlage veränderte sich an den beiden Tabellenplätzen der Kontrahenten nichts. Bautzen weiterhin 9. und Bergen 2. der Tabelle.

Im Zug zurück nach Dresden dann wieder das durchaus bekannte Bild: Möchtegernarier a.k.a. Michelinmännchen trifft Möchtegernfrau a.k.a. Cindy aus Marzahn. Schlimm, wenn dann auch noch das Kopfkino anspringt, weil irgendwer was von „eigene Kindern haben“ erwähnt. Manchmal fürchte ich mich vor mir selbst. (goju)




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