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20.06.2020, 10:00 Uhr
FK Blažim – FC Chomutov
Blažim, hřiště Blažim
Testspiel – 70 Zs. – 1:2
Endlich wieder Fußball! Nach dem der letzte sportliche Vergleich zweier Teams am 14.03.20 beim Eishockey in Crimmitschau geschaut wurde, hieß es an diesem Tag nun auch für mich wieder in den Fußballalltag einzusteigen. Seit zwei Wochen sind die Grenzen in das benachbarte Fußballstadionhimmelreich nun schon offen und erst an diesem Tag wagte ich den Schritt bzw. die Fahrt. Und um das Fazit gleich vorweg zu nehmen stelle ich folgende Frage: War Fußball schon immer so langweilig? Die Fahrt nach Blažim begann unspektakulär. Treff am Hauptbahnhof, alle pünktlich und bis Teplice passierte nichts. Dort wurde das Auto abgeparkt, um in eine lokale Wechselstube zu gehen. Am Eingang stand zwar das Schild auf offen, aber so richtig offen war die Bude erst gegen 9 Uhr. Also gingen wir weiter ins wenige Meter entfernte Einkaufszentrum, lachten ein wenig auf dem Marktplatz über das Auto mit Parkkralle, kauften unsere benötigten Sachen und Dinge und schlichen zurück ans Auto und: die Kinnladen klappten nach unten. Hatten wir doch auch urplötzlich eine Parkkralle am Auto. Grund: Wir hatten keinen Parkschein gelöst. An der Scheibe klebte ein Zettel mit dem Hinweis eine bestimmte Telefonnummer anzurufen, damit ein Mensch vorbeikommt und die Parkkralle löst. Die Nummer wurde gewählt und am anderen Ende der Leitung nahm eine Frau mit Kind ab. Homeoffice im Callcenter ist ja gut möglich und das Problem wurde erklärt. Sie verstand aber nichts. Bis zum ersten Spiel des Tages hatten wir zwar noch genug Zeit, aber ein wenig Hektik machte sich schon breit. Zumal auch die Kostenfrage im Raum stand. Vielleicht 100 Kronen, vielleicht 500 Kronen, oder gar 1.000 Kronen für das Schwarzparken? Der brb winkte derweil einen Teplicer Bürger heran, welcher für uns den Anruf erledigte und sich mit dem Hinweis, dass der Krallenmensch in 5 Minuten erscheint verabschiedete. Die fünf Minuten waren noch nicht mal rum, da Stand schon ein städtischer Mitarbeiter vor uns und verwies auf den Parkscheinautomat. Die zehn Kronen Parkgebühr wurden entrichtet und gedanklich hohlte ich schon den 500-Kronen-Schein aus der Filmdose. Der städtische Mitarbeiter ließ sich den Parkschein zeigen, machte die Kralle ab, verlangte nach einer Unterschrift und wandte sich dem nächsten Kunden zu. Verduzt blieben wir stehen und wunderten uns zunächst, dass der Spaß nur 10 Kronen kostete. Denn so richtig wirtschaftlich sit es dann doch nicht, einen Mitarbeiter damit zu beschäftigen, die Parkplätze abzuklappern und Schwarzparker an die Leine bzw. Kralle zu legen. Scheinbar geht es mehr um das Erzieherische. Oder die Höhe der Geldbuße richtet sich nach der Standzeit des Autos. Er war fünf Minuten vor uns am Auto und legte die Kralle an. Vielleicht deswegen so günstig. Der Lerneffekt hatte sich auf jeden Fall eingestellt. Nach dem sich der Puls bei allen wieder beruhigt hatte, ging es weiter nach Blažim. Ein wenig Händeschütteln hier, ein wenig Geblauder da, ein paar freudsche Versprecher an anderer Stelle („Ich dünge meine Kacke mit Tomaten.“; „Wieso wachsen hier so viele Tomaten in der Kanalisation?“) und dann war das Spiel auf dem Sportplatz ohne Ausbau (vom überdachten Bereich abgesehen) auch schon vorbei. Der Schiedsrichter pfiff justament in der 88. Spielminute ab, als die Heimelf ein paar Ordnungsschellen an die Jungspunde aus Chomutov verteilte. Es hätte sogar zu einer Tätlichkeit und roter Karte gereicht, doch der Schiedsrichter wackelte nur mit dem Kopf und seinem rechten Zeigefinger und beließ es bei Ermahnungen. (goju)




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Ahoj, du hast das Wort.

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