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18.06.2022, 15:00 Uhr
SG Blau-Weiß Obercunnersdorf e.V. – SC Großschweidnitz-Löbau e.V.
Obercunnersdorf, Sportplatz an der Siedlung
Kreisoberliga – 124 Zs. (davon 24 Gäste) – 4:5
geschätzte Lesezeit ca. 5 Minuten


Mit dem Lied „Mein letztes Geld geb' ich für Fussball aus“ von Tony, was defacto die Hymne vom HSV Barmbek-Uhlenhorst 1927 e.V. ist, empfing mich der Kostverächter im Zug gen Ostsachsen. Und wiederholte diese eine Zeile mit dem letzten Geld wieder und wieder und immer wieder. Da hatte der Haderlump es geschafft, mit dem „#Twitterhymncup“ dieses Lied dem Kostverächter aber mal so dermaßen von ins Hirn zu brennen. Hölle, Hölle, Hölle! Schaut mal beim Haderlump auf Twitter vorbei und stimmt fleißig mit ab. Da wurden schon ein paar gute Hymnen ausgesucht. Und auch noch in der ersten Runde das Derby Borussia Dortmund gegen Schalke 04 gelost. Da wird es hoffentlich heiß her gehen.

Der erste Tagesordnungspunkt hieß für uns die Spreequelle auf dem erloschenen Vulkan Kottmar zu besuchen. Doch bevor es soweit war und wir uns von Neugersdorf auf den Weg machen konnten, wies der Kostverächter mich noch auf einen Fakt hin, welcher von mir bisher noch nicht wahrgenommen wurde. Denn die Zugfahrt führt zwischen Taubenheim und Neusalza-Spremberg ein kurzes Stück durch die Tschechische Republik. Diese ha dort im Schluckenauer Zipfel einen noch kleineren Zipfel, welcher nach Deutschland hineinragt. In diesem Zipfel gab es einst den Ort Fukov bzw. Fugau, welcher im Rahmen des Münchner Abkommens 1938 dem Deutschen Reich angegliedert wurde. Im Jahr 1945 wurde Fukov wieder der Tschechoslowakei zugeordnet und der Großteil der deutschen Bevölkerung vertrieben. In den 1950er Jahren war eine Übergabe des Ortes an die DDR geplant, doch scheiterte dies an der Uneinigkeit bei den Grenzziehungen. Die Folge war der Abriss des Ortes durch die Tschechoslowakei und heutzutage erinnert ein Holzkreuz an diesen Ort, dessen Ruinen besichtigt werden können.

Die erste Etappe dieses Spaziergangs vom Bahnhof Neugersdorf bis zum Bahnhof Löbau mit integrierten Fußballspiel (insgesamt ca. 18 Kilometer) führte uns wie bereits erwähnt zur Spreequelle (Spree = 400 km lang) und anschließend zur Kottmarbaue und der Kottmarschanze. An der Schanze machten wir dann eine Rast und das erste, was der Kostverächter zu mir sagte war: „Mein Essen liegt noch zu Hause in der Küche.“ Da ich aber kein Unmensch bin, sondern nur Menschenfeind, teilte ich natürlich mein fürstliches Mahl mit ihm. Also nur noch die halbe Kalorienzufuhr für mich. Was sich aber am Tag darauf doch ein wenig rächen sollte. Denn mehr außer ein paar Schnitten aß ich an diesem Tag nicht. Nun ja...am nächsten Tag kam eine kleine Portion Müsli auf den Tisch und nach dem Frühstück ging es zum Sport. Zur Erwärmung ein paar Kilometer rennen. Die erste Hälfte gegen starken Gegenwind. Die zweite Hälfte war die Sonne und die Wärmestrahlung vom Elberadweg die Feinde. Und natürlich das Kaloriendefizit. Und so war mein Training schon fast zu Beginn des Trainings beendet. Denn die Oberschenkel wollten nicht mehr so richtig. Aber egal. Genug vom Essen.

Nach dem Abstieg vom Kottmar erreichten wir kurz vor Anpfiff den Sportplatz in Obercunnersdorf. Hier wartete auf uns das Spiel des 11. gegen den 7. Für die Blau-Weißen ging es noch um den Klassenerhalt. Dementsprechend motiviert schienen die BWC Ultras, welche die Marschrichtung für die Spieler am Eingang vorgaben: „Klasse halten – Großschweidnitz spalten“.

Nach der Ehrung vor Spielbeginn ging es dann in der ersten Halbzeit auch gut los. Erst führten die Gäste, darauf folgte der Ausgleich, wieder Gästeführung und nach dem erneuten Ausgleich bauten die Blau-Weißen die Führung noch in der ersten Halbzeit auf 4:2 aus. Da schien der Klassenerhalt schon in Sack und Tüten, was den Kostverächter in der zweiten Halbzeit zur Aussage veranlasste, dass jetzt wohl zwei Kästen Bier bei den Gästen stehen würden und die paar Gänge zurückschalten sollen. Doch weit gefehlt. Die Gäste hatten noch nicht genug und feierten ihren Siegtreffer kurz vor Schluss wie den Aufstieg. Für die Obercunnersdorfer reichte es aber auch am Ende zum Klassenerhalt, da Gelb-Weiß Görlitz ebenso verlor und nun den Gang in die Kreisliga ab. Schlimm, wo die Görlitzer mittlerweile gelandet sind.

Für uns bedeute der Abpfiff schnellen Fußes einen kleinen Teil auf der „Deutschen Fachwerkstraße“ zurück zu legen. Obercunnersdorf konnte hierbei völlig überzeugen. Schicker Ort, nette Menschen (auch wenn sie ein wenig ungläubig schauten, als wir ihnen sagten, dass wir mit dem 9-Euro-Ticket angereist und von Neugersdorf aus über den Kottmar zum Sportplatz gelaufen sind: „Bei dem Wetter?“) und sozusagen viel Kultur. Wen es hier her ziehen sollte, dass ein oder andere Fachwerkhaus steht zum Verkauf.

Doch glotzen konnten wir nicht allzu lang. Denn es sollte noch der Sportplatz in Niedercunnersdorf (hier könnte Obercunnersdorf mal ein Spiel austragen) angesteuert werden und der Weg bis zum Bahnhof Löbau war zwar nicht weit, aber die Zeit knapp bemessen. Meiner einer lief da schnellen Schrittes, wollte ich doch die Zeit schlagen. Aber der Kostverächter ließ es ein wenig schleifen. Ist eher so ein Typ entspannter Spaziergänger. Und da bekomme ich ja eine Macke. Also von Obercunnersdorf nach Niedercunnersdorf ordentlich aufs Tempo gedrückt, den Sportplatz abfotografiert und dann ging es ab nach Löbau. Doch sollten wir den angepeilten Zug nicht erreichen, die Zeit einfach zu knapp und die Streckenführung von mapy.cz etwas...joar...eigenwillig. Da geht es schon mal über eine Garagenanlage und zwischen Garagenwand und Bäumen (ca. 40 cm Abstand) heißt es „Geradeaus weiter, Ortskundiger!“. Und da stockte ich erst einmal. Denn ein Weg war wirklich nicht zu sehen. Die Garagenanlage abgelaufen und dann hieß es wieder an der besagten Stelle „Latsche jetzt dort lang, du Kunde!“. Und dann ging es einen Weg, welcher keiner ist, einen Abhang hinunter. Mapy.cz kennt Wege, dass ist der helle Wahnsinn. Der angepeilte Zug war wie gesagt aber schon längst weg und der nächste hatte ordentlich Verspätung. Zeit genug am Bahnhof Löbau die Füße und Schuhe ordentlich durchzulüften und die verschwitzten Nickis zu trocknen.

Im Zug dann wieder die Hölle auf Erden. Denn Dorfjugend (oder besser Drogenjugend) fuhr in die große Stadt zum Saufen, rumprollen, irgendwas. Wie oft ich da Hurensohn und andere Wörter und irgendwelchen Prolldrecksrap hörte….Alter. Und dann bekommen die auch noch Kinder und das geht immer so weiter. Immer. IMMER! Schlimm, schlimm, schlimm. Die Menschheit kann einfach nur aussterben. Zu empfehlen ist es dieser. (goju)






Weg zur Spreequelle auf den Vulkan Kottmar



Sportplatz Niedercunnersdorf


Löbau



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