Übern Tellerrand gelesen....

Rezension

Hopp Hard #26

Hopp Hard – SG Eintracht Frankfurt

Hopp Hard – das vielleicht beste, aber auf jeden Fall beständigste Fanzine in Deutschland. Mit mittlerweile 27 Ausgaben ist noch kein Ende in Sicht. Bestechend in Wort und Witz kann man das Hopp Hard ohne Bedenken empfehlen. Vor allem weil die Auswahl der zu Papier gebrachten Spiele sehr gut gewählt ist. Einiges an Derbys wurde in den letzten Ausgaben besucht. Darunter die interessanten Stadtderbys in Sofia, Belgrad, Sarajevo, Lodz, das Derby Arka – Lechia und noch viele mehr. Wenn man es genau nimmt, ist bei jeden Derby mit weltweiter Bedeutung mindestens immer einer der Hopp Hard-Bande vor Ort. Des Weiteren gab auch schon Tourberichte aus Südamerika, Marokko, Vietnam, Japan, Russland, Kanada und wo der Ball sonst noch so über den Hartplatz oder die grüne Wiese geschoben wird. Oftmals wird wegen dem ein oder anderen Spielbesuch zwar die SGE vernachlässigt, doch schrieb Ingo Braun („Der Verleger“) im Buch „Von Haifa nach Havanna“ dazu, dass nach all den Jahren die sie die SGE begleiten, es mit der Zeit doch eine gewisse Routine Einzug hielt und sobald der Spielplan der SGE veröffentlicht war, man nach Alternativen für Spiele der Eintracht zum Beispiel gegen Bielefeld, Freiburg oder Unterhaching sucht. Eine Jahreskarte besitzen sie trotzdem.

Was auch auffällt ist, dass Teile der Hopp Hard-Schreiber aktuell sehr kritisch dem Werdegang von Ultras Frakfurt gegenüber stehen, sind doch einige der Protagonisten auch Begründer der UF. Als Beispiel der Kritik kann man das Titelbild der Ausgabe Nr. 25 heranziehen, auf dem groß „Kreativ statt Kreatin“ stand. In der Ausgabe Nr. 26 wird der Spielbericht zum Auswärtsspiel bei Kaiserslautern mit folgenden Satz abgeschlossen: „Wir haben die Ultras damals gegründet, um uns vom Pöbel abzugrenzen. Heute sind wir der Pöbel!“.

Auch wird die Einstellung von Teilen der UF kritisiert: singen pfui, prügeln hui. Aber nicht nur an der eigenen Fanszene übt man sich in Kritik. Nein auch die Polizei, der DFB, die UEFA, Medien und alle anderen die es Verdient haben bekommen ihr Fett weg.

Ein Cover das mir besonders in Erinnerung blieb ist das zur 21. Ausgabe, des zehn Jahre Jubiläumsheftes, auf dem auf der Rückseite ein geändertes Fotos des Spiels Rot-Weiß Oberhausen – SG Dynamo Dresden zu sehen ist. Anstatt „Always remeber – first of september“ stand auf der Zaunfahne „Dynamo leben – Hopp Hard lesen“. Recht ham se!

Ich selber bereue es dieses Heft erst seit Ausgabe 19 zu lesen, gehört das Hopp Hard doch in jede gut aufgestellte Fanzinesammlung. (goju)

Hopp Hard
Preis: 3,00 Euro
Seitenzahl: meistens um die 80
Kontakt: hopp-hard(at)gmx.net
Internet: www.youtube/hopphard

Datenblatt

Titel: Hopp Hard
Ausgabe: #26
Author/Gruppe: Fans der SGE.
Verein: SG Eintracht Frankfurt
Kontaktadresse: hopp-hard(at)gmx.net
Seitenzahl: 80 Seiten
Preis: 3,00€
Auflage: unbekannt
Hopp Hard #26 – Kopane.de

Ahoj, du hast das Wort.

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