06.07.2008 FC RSK Freyburg – FC Carl Zeiss Jena

06.07.2008, 15:00 Uhr
FC RSK Freyburg – FC Carl Zeiss Jena
Freyburg, Fr.-L.-Jahn-Sportpark
Testspiel – 1.200 Zs. – 0:8

Freyburg an der Unstrut und Straße der Romantik sollte den meisten durch den „Rotkäppchen Sekt“ bekannt sein. RSK im Vereinsnamen von Freyburg steht übrigens für „Rotkäppchensekt Kellerei“. Freyburg ist die Stadt, in der der Turnvater Friedrich Ludwig Jahn seinen letzten Atemzug hauchte und darf sich deshalb Jahnstadt nennen. Durch die 1.000-jährige Weinbautradition ist der Zusatz „Weinstadt“ auch hervorzuheben. Unterstützt durch Osobni Vlaks der Unstrutbahn und DB erreichte man das Abrisshaus….äh…den Bahnhof von Freyburg. Auf dem gegenüberliegenden Berg befindet sich die Neuenburg und ein Stückchen hinter dem Bahnhof fließt die Unstrut. Da der Bahnhof etwas außerhalb der Stadt liegt (von hier ca. 30 Minuten bis zum Stadion), ging es erst an der Unstrut entlang zur Innenstadt. Diese stellte sich als sehr ansehnlich dar. Vom Marktplatz aus schaut man auf Weinberge und die Neuenburg. Dazu sieht man noch im Hintergrund, ein wenig versteckt, die 2 Türme der Stadtkirche St. Marien. Doch neben diesen Sehenswürdigkeiten gibt es noch alte Stadtmauern, Denkmäler und Museen. Für Freunde der Architektur ist ein Besuch hier sicher lohnenswert.
Vom Marktplatz ging es dann an der Sektkellerei vorbei den Berg hinauf in Richtung des Plattenbauviertels, hinter dem sich das Jahn-Stadion befindet. Auf einer Tribüne, deren Überdachung durch einen Sprecherturm unterbrochen ist, und auf einem Grashang gegenüber ließen sich ca. 1.200 Personen nieder. Natürlich nicht, ohne von 3 Polizisten mit Kameras gefilmt und fotografiert zu werden. Des Weiteren mischten sich auch noch min. 4 Zivi’s/ SKB’s unter das Volk. Nach ein paar ACAB-Rufen wurden dann auch U16-Jährige zur Personalienkontrolle gebeten. Aber nur dank der Polizei konnte, wie der Bürgermeister so treffend sagte, diese Spiel abgesichert und durchgeführt werden. Irgendwelche Hool- und Ultragestalten waren aber nicht vor Ort. Wie immer gilt: „Wer keine Arbeit hat und die Wichtigkeit seiner Person in Gefahr sieht, macht sich Arbeit und spinnt irgendwelche Horrorszenarien zusammen.“ Das Spiel gewann „überraschender“ weiße Jena, wobei ich mir nach der 1. HZ schon Gedanken über den sportlichen Wert der Mannschaft machte. Die 2. HZ belehrte mich dann eines Besseren. So ungefähr wird dann auch Frank Lieberam gedacht haben, den ich am Spielfeldrand als Zuschauer entdecken konnte. Für eine Mannschaft der Kreisoberliga ist die Spielstätte mehr als ausreichend. Die Kapazität beträgt 3.500, davon 800 Sitzplätze. Wegen mir, können die wieder aufsteigen. Verbands- oder Oberliga vielleicht. Wem nach diesen Zeilen langweilig ist, schaut jetzt bitte die Geburtstagsgrüße auf dem jeweiligen Heimatsender. (goju)

Ahoj, du hast das Wort.

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