26.07.08 First Vienna F.C. – Wiener SK

26.07.08, 19:00 Uhr
First Vienna F.C.  Wiener SK
Wien, Stadion Hohe Warte
Pokal – 2.000 Zs. – 1:1 (4:5 n. E.)

Gestern noch in Erfurt gefeiert, heute schon über die Straßen gen Wien geeiert. Denn jetzt geht es los. Die “Offical-ES-Hools-Hoolyday-Summer-jam-Chaos-Tour-08”. Eine Woche mit Thomas, Marc und Navy Man auf engsten Raum im VW-Golf-Kompi zusammengepfercht. Ja! Das ist es. Das macht hart! Und schlimmer als auf Arbeit kann es vom Dummlabfaktor eh nicht werden. Also das Auto mit Utensilien bestückt und nur 1,5 stunden später als geplant auf den Weg gemacht. Da bis Wien nun rein gar nichts passierte, kürzen wir die Sache bis zum betreten des Stadions ab. Das Stadion Hohe Warte befindet sich in Wiener Norden in der Nähe des Bahnhofs Heiligenstadt. Von da sind es keine 10 Minuten westwärts zur Klabundgasse. Diese Sportstätte ist Heimat des 6-fachen österreichischen Meistern First Viena F.C. (welcher zugleich auch der älteste Fußballverein Österreichs ist), der österreichischen Rugby-Nationalmannschaft und der Footballmannschaft Vikings Vienna. Viel zu bieten hat das Stadion an sich nicht. Eine 08/15-Haupttribüne und eine Stahlrohrtribüne auf der Gegengerade im Zwickaustyle. Doch dahinter, erhebt sich eine spektakuläre Naturtribüne. Eröffnet wurde das Stadion im Jahre 1921 als “Kontinentaleuropas größtes und modernstes Fußballstadion”. Zu Länderspielen kamen manchmal bis zu 80.000 Zuschauern in diese “Naturarena”. Und selbst Opern wurden hier schon aufgeführt. Könnt ihr alles bei wikipedia nachlesen.
Zu diesem Pokalspiel der beiden Regionalliga Ostmannschaften kamen ca. 2000 Zuschauer. Wobei das Verhältnis wohl fast 50-50 betragen haben kann. Auffällig auch, wie viele WSK-Fans mit “St. Pauli”-Pulli rumgelaufen sind. Auf der rechten Haupttribünenseite sammelten sich die Vienna-Fans, und in der Mitte der Stahlrohtribüne fanden sich die WSK-Fans ein. Support gab es auch immer mal wieder um die Ohren. War aber mehr vom englischen Stil her und deswegen auch “sehr” oft vernommen wurden. Wir nahmen auch auf der Stahlrohrtribüne platz und genossen den lauen Sommerabend, bis irgend eine Schicki-Micki-Bande uns heimsuchen musste. Diese platzierte sich direkt hinter uns und dann ging es auch schon los. Die Verschandelung der Sprache findet ja (IMHO) im Wiener Dialekt mit einen Höhepunkt. “Schniiiieeeeebutzler”, “Der steeeeeßt ihn doch!” werden mir wohl auf ewig als Erinnerung an dieses Spiel im Gedächtnis haften bleiben. Denn so elegant, wie dass von dieser Ü40-Gruppe vorgetragen wurde, kann man es einfach nicht vergessen.
Das Spiel an sich war recht spannend. Bis zum Schluss schenkten sich beide Mannschaften nichts. 1:1 nach der Verlängerung. Folglich Elfmeterschießen. Jeder Vienna-Speiler der zum Punkt lief, wurde von den “Menschen” hinter uns mit “Judas, Judas, Judas”-Rufen bedacht. Nach dem dann das Spiel dann auch mal vorbei war, ging es noch auf ein letztes Bier/Eis in eine Tanke und dann ab in die JuHe nach Wien-Briggitenau (welche als Unterkunft vom Preis-Leistungs-Verhältnis mit als schlechteste angesehen wurde).


Ahoj, du hast das Wort.

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