Kopane.de 2025 31.05.2025 FSV Grün Weiß Wimmelburg 1920 e.V. II – SG Walbeck/Ahlsdorf e.V. II
31.05.2025, 14:00Uhr
FSV Grün Weiß Wimmelburg 1920 II e.V. – SG Walbeck/Ahlsdorf lI e.V.
Wimmelburg, Sportplatz an der Bösen Sieben
11. Liga (1.Kreisklasse Mansfeld-Südharz Staffel 1) – 20 Zs. – 6:2

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Anzahl Spiele FSV Grün Weiß Wimmelburg 1920 e.V. 1
Anzahl Spiele 2. Männerteam FSV Grün Weiß Wimmelburg 1920 e.V. 1
Anzahl Spiele SG Walbeck/Ahlsdorf e.V. 1
Anzahl Spiele 2. Männerteam SG Walbeck/Ahlsdorf e.V. 1
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Mal wieder in meiner alten Heimat in Lutherstadt Eisleben, wollte ich mit der Mademoiselle natürlich auch ein Fußballspiel schauen. Mein marginal fußballerisches Können erlernt ich beim MSV Eisleben. Doch leider war an dem langen Wochenende zu Christi Himmelfahrt kein Heimspiel angesetzt. So wurde geschauten, ob ich ein Spiel finden würde, bei welchem eine für das Mansfelder Land typische Halde als Fotomotiv drin wäre. Beim Sportplatz an der Halde in Kreisfeld im Mansfelder Grund, war der Name Programm und so war das Spiel von Eintracht Kreisfeld in der Landesklasse fest eingeplant. Doch wie ihr in der Spielpaarung erkennen könnt, klappte dies nicht. Der Spieltermin wurde von Samstag kurzfristig auf Mittwoch vorverlegt. Ohne nachgeschaut zu haben, gehe ich mal davon aus, dass die Spieler ebenfalls ein langes Wochenende wollten und dadurch das Spiel vorgezogen wurde. So musste ich die Spielpläne erneut durchklicken und entschied mich für das Kreisklassespiel in Wimmelburg. Die zweiten Mannschaften des FSV Grün Weiß Wimmelburg und die der Spielgemeinschaft Walbeck/Ahlsdorf duellierten sich in der letzten Ebene der Ligenpyramide. Da wir bei meinem Cousin und seiner Familie wohnten, wurde natürlich so einiges gemeinsam unternommen und angeschaut. Wer in Eisleben ist, kommt an Martin Luther, den Reformator, nicht vorbei. Zweifelsohne eine wichtige geschichtliche, aber doch auch umstrittene, Person. So wurde das Luther Sterbe- und Geburtshaus besichtigt. In Luthers Taufkirche der St.-Petri-Pauli-Kirche wurde das Ganzkörpertaufbecken begutachtet, welches ich als nicht religiöser Mensch noch nicht kannte. Am Markt, mit dem schönen Rathaus und dem bekannten Lutherdenkmal, gab es ein Würzfleisch. Bei bestem Wetter wurde noch am Süßen See bei Seeburg vorbeigeschaut und da wie gesagt die Sonne unser ständiger Begleiter war, ging es mit den Kindern vom Cousin noch im Pool anbaden.

Am Spieltag wollten die Jungs und mein Cousin auch mit in die Nachbargemeinde zum Spiel und dieses fußballerische Highlight nicht verpassen. Natürlich trafen wir hier auch bekannte Gesichter von früher. Einer davon war ein Spieler des FSV und so gab es, wie beim Amateurfußball üblich, gratis rein gerufene schlaue Sprüche. Sie schienen auch geholfen zu haben, Wimmelburg II konnte den direkten Tabellennachbarn mit 6:2 zum Duschen schicken. Auf dem Sportplatz an der Bösen Sieben schnürte ich selbst schon die Töppen und musste kleinlaut zugeben, hier mein einziges verursachtes Eigentor geschossen zu haben. Der Name Sportplatz an der Bösen Sieben bezieht sich auf den kleinen Fluss, welcher auch durch meinen Heimatort Eisleben fließt und ebenfalls hier hinterm Sportplatz verläuft. Der eigentliche Name Wilder Bach änderte sich im allgemeinen Sprachgebrauch in die Böse Sieben. Eine offizielle Erklärung dafür gibt es nicht, aber ich weiß, dass uns als Kinder früher immer erklärt wurde, dass der Bach siebenmal über die Ufer getreten wäre und starke Überschwemmungen verursacht hätte und daher der Name stammt. Neben dem ungewöhnlichen Namen hat der Sportplatz aber auch eine schöne Lage. Von vielen Bäumen umgeben befindet sich hinter einen der Tore eine kleine Halde, auf welcher sogar ein paar Sitzbänke stehen und man von dort oben einen guten Blick auf die Umgebung hat. Die Halden sind typisch für das Mansfelder Land. Sie entstanden durch den Kupferschieferabbau, welcher hier bis ins Jahr 1200 zurückreicht. Ab dem 17. Jahrhundert wurde der Abbau weiter vorangetrieben und es entstanden langen unterirdische Stollen. Einer der längsten hatte eine Länge von 32,3 km und eine maximale Tiefe von 180 m. So wurde das Mansfelder Land ständig unterhöhlt. Dadurch kommt es auch öfters, wie in meiner Jugend, zu Stolleneinbrüchen und ganze Straßen müssen gesperrt werden, da sich auf einmal ein metergroßes Loch auftat. Offiziell endete der Kupferschieferabbau am 10. August 1990, als der letzte Wagen Kupfererz im Sangerhäuser Revier gefördert wurde. Zurückgeblieben sind die große Bergbauhistorie und die Kupferschieferhalde, die sogenannten Pyramiden des Mansfelder Landes. Weit sichtbar prägen diese die Landschaft und sind ein Wahrzeichen der Region. (Der Kulturbeauftragte)


im Hintergrund eine sogenannte Pyramide des Mansfelder Landes

Eisleber Marktplatz mit Lutherdenkmal, Rathaus und

St. Andreas Kirche

Blick über Lutherstadt Eisleben

eine sogenannte Pyramide des Mansfelder Landes

Luther Sterbehaus

in der St. Andreas Kirche

Würzfleisch, ein klassisches DDR-Gericht

Knappenbrunnen

Luther Geburtshaus

Bergmannsfigur Kamerad Martin

Süßer See in Seeburg

Schloss Seeburg



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